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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||||
| Landkreis: | Osterode am Harz | ||||
| Höhe: | 296 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 41,54 km² | ||||
| Einwohner: | 11 557 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 278 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 37431 | ||||
| Vorwahl: | 05524 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | OHA | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 56 002
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| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Ritscherstr. 6–8 37431 Bad Lauterberg im Harz |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Otto Matzenauer (parteilos) | ||||
Bad Lauterberg im Harz ist eine Kurstadt im Landkreis Osterode am Harz im Süden von Niedersachsen (Deutschland). Sie liegt an der Oder und ist etwa 45 Kilometer von Göttingen und 85 Kilometer von Braunschweig entfernt. Die ehemalige Bergbaustadt ist heute ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und Schroth-Kurort mit rund 12.000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Bad Lauterberg befindet sich im Südharz und ist ringsum von Bergen umgeben, die bis zu 718 Meter hoch sind. Die Berge sind mit Mischwäldern bedeckt. Die Stadt liegt bis zu 450 Meter über dem Meeresspiegel. An der östlichen Grenze der Stadt befindet sich der bekannte Oderstausee, im Süden der Bergsee Wiesenbeker Teich. Durch die Stadt fließen u. a. die Flüsse Oder und Lutter.
Zu den Nachbargemeinden gehören im Westen Herzberg am Harz, im Norden Sankt Andreasberg, im Nordosten Braunlage und im Südosten Bad Sachsa.
Seit der Gebietsreform am 1. Juli 1972 ist die Stadt Bad Lauterberg wie folgt aufgeteilt:
Im Jahr 1183 ließ Graf Siegebodo II. aus Scharzfeld auf dem Hausberg die Burg Lutterberg errichten. 1202, rund 20 Jahre später, wurde diese, zusammen mit anderen Burgen im Harzer Umland, erstmals dokumentarisch erwähnt. Der letzte Graf der Burg Lutterberg, Graf Heidenreich III., starb 1398, woraufhin Ritter Hans von Minningerode die Burg für vier Jahre besetzte, bis sie schließlich an den Grafen von Hohnstein gegeben wurde. 1415 wurde die Burg Lutterberg in Folge eines Streites zwischen dem Herzog von Grubenhagen und den Grafen von Honstein vollständig zerstört und bis heute nicht wieder aufgebaut.
Der Grafschaft Lutterberg wurde 1521 die Bergfreiheit erlassen, die den Bergleuten dort besondere Rechte gab. Dadurch sollte erreicht werden, dass erfahrene Bergleute aus dem Erzgebirge in die Stadt kamen. Aus dem kleinen Ort Lutterdorf am Fuße des Hausberges wuchs nun eine Bergbausiedlung heran. 1619 erhält die Stadt die Erlaubnis, zweimal pro Jahr einen Jahrmarkt zu veranstalten.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1641 geplündert und fast vollständig niedergebrannt. Lediglich drei Häuser blieben vom Feuer verschont. Nach dem Wiederaufbau wurde 1705 die Kupferhütte im Luttertal, 1733 das Hüttenwerk Königshütte errichtet. Letztere wurde 1820 um eine Gießerei und ein Hochofenwerk erweitert. Bis 2001 befand sich die Gießerei in Betrieb. Zwischen 1830 und 1868 endete der Kupferbergbau bei Lauterberg mit der Ausnahme des Abbaus von Schwerspat in der Grube Wolkenhügel, der bis Juni 2007 fortgesetzt wurde.
Schon 1839 erkannte Dr. Ernst H. B. Ritscher frühzeitig den Bedarf an Alternativen zum Bergbau und schuf eine Kaltwasserheilanstalt. 1866 wurde mit dem zehnjährigen Bau des Kurparks begonnen. Vierzig Jahre später wurde der Ort von der Bezirksregierung Hildesheim zum Bad ernannt und durfte sich von nun an Bad Lauterberg im Harz nennen. Mit Sanitätsrat Dr. Josef Mayer aus München führte Ritscher im Jahr 1926 die Kneippsche Therapie und später auch das Schrothkurverfahren ein. Im gleichen Jahr wurde der örtliche Kneippverein gegründet.
1929 erhielt Bad Lauterberg das Stadtrecht. Im Folgejahr wurde angefangen, den Damm für die Odertalsperre zu bauen, um Überschwemmungen in der Innenstadt zu vermeiden. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es harte Kämpfe um Bad Lauterberg. Die Stadt wurde von amerikanischen Truppen eingenommen, später kamen auch britische Besatzer.
1949 erhielt die Kurstadt offiziell die Bezeichnung Kneipp-Heilbad und wurde 1968 zum staatlich anerkannten Kneipp-Heilbad, 1982 schließlich auch zum Schroth-Kurort. Durch die niedersächsischer Verwaltungs- und Gebietsreform wurden 1972 die Orte Bad Lauterberg, Barbis, Bartolfelde und Osterhagen zusammengeschlossen.
Im Jahr 2005 wurde der Bahnhaltepunkt Bad Lauterberg-Barbis feierlich eröffnet. 2008 erfolgte die 825-Jahr-Feier der Stadt.
Der Stadtrat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 10. September 2006 zusammen aus:
Das Musiklabel unterm durchschnitt aus Köln hatte im Ortsteil Barbis seinen Ursprung.
Sowohl seine idyllische Tallage als auch das Privileg, ein staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad und Schroth-Kurort zu sein, machen die Stadt zu einem beliebten Kur-, Urlaubs- und Ausflugsziel. Aus diesem Grund ist einer der Hauptwirtschaftszweige der Tourismus. Die Zahl der Kurgäste stieg von anfangs zwölf auf aktuell weit über 100.000 pro Jahr, bei etwa 600.000 Übernachtungen im gleichen Zeitraum. Durch die Gesundheitsreformen und den Rückgang der Kuranwendungen bieten einige Hotels nunmehr Wellness-Anwendungen an.
Es finden sich viele Kurheime, Kliniken, Pensionen sowie mehrere riesige Hotels (darunter die zwei 5-Sterne-Hotels Revita und Vital Resort Mühl). Insgesamt gibt es mehr als 3800 Betten in der Stadt. Außerdem findet man in Bad Lauterberg die Kirchberg-Therme sowie das bekannte Vitamar-Hallenwellenbad, welches durch sein tropisches Klima im Guinness-Buch der Rekorde seinen Eintrag fand, da dort Bananen wachsen. An Oderstausee und Wiesenbeker Teich gibt es mehrere Campingplätze.
Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Einzelhandel. Die Stadt verfügt über eine beeindruckende Shopping-Meile, die verglichen mit der Anzahl der Einwohner unglaublich viele Geschäfte und Boutiquen mit einem breit gefächerten Angebot zu bieten hat. Aus diesem Grund kommen jeden Tag viele Menschen zum Shoppen in die Harz-Stadt.
Es gibt einige größere Unternehmen in der Stadt. Dazu gehören z. B. die Exide, welche Batterien für Flurförderfahrzeuge, Automobile und U-Boote herstellen oder die Deutsche Baryt-Industrie Dr. Rudolf Alberti GmbH & Co. KG, die Schwerspat-Produkte für die Farben- und Lackindustrie, die Kunststoff- und Gummiindustrie sowie für moderne Fußbodenbeläge, Gläser, Bremsbeläge und als Schalldämmstoff herstellt. Weitere große Unternehmen und Arbeitgeber sind Hemeyer Verpackungen, Petrusky Stahlbau, Kunststoff-Fröhlich, Finstral, Wistoba Pinselfabrik u. a.
Bekannt ist Bad Lauterberg auch für die Liköre Schierker Feuerstein und Harzer Grubenlicht, die ebenfalls hier hergestellt und abgefüllt werden.
Die Stadt ist an das Netz der Deutschen Bahn angeschlossen. Durch das Stadtgebiet verläuft die Südharzstrecke Northeim–Nordhausen. Am neuen Haltepunkt Bad Lauterberg im Harz-Barbis halten stündlich Regionalbahnen der DB Regio AG. Busse, stellen den Anschluss zur Ortsmitte her. Der alte Bahnhof Bad Lauterberg sowie der Haltepunkt Bad Lauterberg Kurpark an der früher von Scharzfeld ausgehenden Stichstrecke nach Sankt Andreasberg der Odertalbahn wurden vor Jahren stillgelegt, die Gleise inzwischen entfernt.
Bad Lauterberg liegt an den Bundesstraßen B 27 (Blankenburg–Göttingen) und B 243 (Hildesheim–Nordhausen). Seit Ende 2008 verfügt die Stadt über eine neue Teilortsumgehung (B 27n), die den Stadtteil Aue vom Verkehr entlastet. Zur besseren Anbindung an das Autobahnnetz und zur Entlastung der Stadtteile Barbis und Osterhagen wird zurzeit die B 243 vierspurig als weitere Umgehungsstraße neugebaut. Ende 2012 wird diese Strecke voraussichtliche für den Verkehr freigegeben.
Vom westlichen Ortseingang bis hin zur Odertalsperre im Osten befinden sich auf der über 7 Kilometer langen Strecke durchgängig ein bzw. mehrere Fahrradwege direkt an der Durchgangsstraße.
Es befinden sich folgende Schulen in der Stadt:
Außerdem verfügt die Stadt über eine städtische Bibliothek, die sich im Haus des Gastes befindet.
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