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Augustinermuseum im April 2006 (Westseite)
Grundriss der Gebäudeanlage. Ohne Maßstab
Das Augustinermuseum mitten in der Altstadt von Freiburg im Breisgau ist das größte Museum Südbadens. Es ist in der ehemaligen Klosteranlage der Augustinereremiten mit gotischem Kreuzgang untergebracht.
Wegen Kontaminierung durch Holzschutzmittel sind einige Trakte des Museums seit Jahren geschlossen und weitgehend unbenutzbar. Im Rahmen der beginnenden Sanierung ist seit März 2007 auch die Mittelalterabteilung mit Hauptwerken des Museums geschlossen.
Das Augustinermuseum gehört zu den bedeutenden Museen am Oberrhein und hat den Charakter eines Landesmuseums. Zu den Exponaten zählen Originalskulpturen des Freiburger Münsters, Bildteppiche, Goldschmiedearbeiten, Gemälde und Holzskulpturen. Diese dokumentieren mittelalterliche Symbolik und Glauben. Die Lebensart des 18. Jahrhunderts wird durch Fayencen, Kachelöfen und Uhren gezeigt. Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts zeigen den Schwarzwald in seiner malerischen Schönheit.
Aus räumlichen und konservatorischen Gründen können viele Exponate nicht gezeigt werden. So sind die mit ca. 100.000 Blatt umfangreiche Graphiksammlung und die Abteilung Alltags- und Volkskultur gar nicht zu sehen, das Kunsthandwerk nur sehr lückenhaft.
Vergleichbar und ergänzend in der Bedeutung für Kunst und Kultur des Oberrheingebietes vom Mittelalter bis zum zwanzigsten Jahrhundert sind noch das Unterlinden-Museum in Colmar und die Basler Sammlungen.
Das am Münsterplatz gelegene Museum für Stadtgeschichte im Wentzingerhaus ist eine Abteilung des Augustinermuseums.
[Bearbeiten] Beispiele für die Sammlungen
- Der Münsterschatz. Eine Sammlung von wertvollen und bedeutenden Stücken der Gold- und Silberschmiedekunst.
- Der Malterer-Teppich als Bestandteil der großartigen Sammlung spätmittelalterlicher Textilien
- Werke von Hans Baldung Grien, Matthias Grünewald und Lucas Cranach d. Ä.
- Gemälde von Anselm Feuerbach, Franz Xaver Winterhalter und Hans Thoma als Beispiele badischer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts (nur zeitweise ausgestellt)
- Werke auf Papier wie Zeichnungen, Drucke und Buchmalerei (ca. 70.000 Objekte, nicht ausgestellt)
- Bedeutende Stücke der Glasmalerei (nicht ausgestellt)
- Eine der bedeutendsten Schwarzwald-Sammlungen: Handwerk, bäuerliches Leben, Volkskunst, Uhrensammlung, Hinterglasbilder und vieles mehr (nicht ausgestellt)
- Eine der wichtigsten Sammlungen südwestdeutscher Münzen (u. a. Freiburger Münzen, Rappenmünzbund, Vorderösterreich), sowie eine der wenigen Sammlungen von Münzstempeln (nicht ausgestellt)
- Nachlass der Freiburger Firma M. Welte & Söhne, eines Musikinstrumentenherstellers von weltweiter Bedeutung (Flötenuhren, Konzertorchestrien, Reproduktionsklaviere) nicht ausgestellt)
- Der 1904 erworbene und einzigartige Orgelprospekt des ehemaligen Klosters Gengenbach mit einer Kirchenorgel von M. Welte & Söhne (nicht ausgestellt)
- Die Uhrensammlung Ehrensberger, wegen Platzmangels nur zeitweise ausgestellt.
Der seit 1909 geplante und 1914 begonnene Umbau des zuvor als Theater genutzten Klosters zum Museumsgeäude musste 1915 wegen des Ersten Weltkrieges eingestellt werden. Ab 1919 wurde er von Karl Gruber fortgeführt, allerdings gegenüber den ursprünglichen Planungen stark eingeschränkt und zum Teil äußerst provisorisch ausgeführt, da nach dem Krieg die finanziellen Mittel der Stadtverwaltung sehr beschränkt waren. In diesem provisorischen Zustand befindet sich das Gebäude bis jetzt.
Seit 2004 findet eine Generalsanierung der Gebäudeanlage statt. Mit der Planung wurde der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler beauftragt. Die Dauer der Arbeiten ist auf 5 bis 6 Jahren angesetzt. Seither sind das Kirchengebäude und die angrenzenden Gebäudeteile eine Großbaustelle, große Teile der Kunstdepots und der Ausstellungstücke sind ausgelagert.
Im ersten Bauabschnitt der Sanierung (2004 bis 2008) wird das Kirchengebäude saniert werden. Zunächst wurden archäologische Grabungen und bauliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Kirchengebäudes durchgeführt. 2007 muss der Dachstuhl des Kirchengebäudes abgenommen werden; das stark mit Holzschutzmitteln, Pilzen und anderen Schädlingen durchsetzte Holzwerk wird entwest und dekontanimiert, beschädigte Teile ergänzt bzw. restauriert.
Die Westfassade des Kirchengebäudes wird einen neuen Eingang bekommen und öffnet sich zum Augustinerplatz hin mit einem großzügigen Treppenhaus. Zukünftig wird das Museum durch den Einbau von Aufzügen auch barrierefrei zugänglich sein und zudem der Transport von Ausstellungsobjekten erleichtert. Im Kirchengebäude werden umlaufende Emporen eingebaut. Zusätzliche Ausstellungsflächen werden im Untergeschoss für Sonderausstellungen und im Dachgeschoss für die Gemäldegalerie geschaffen.
Der zweite Bauabschnitt (ab 2009) dient der Sanierung und dem Neubau der Funktionsbereiche in der Salzstraße, wo u.a. die Graphische Sammlung eingerichtet wird und erstmals eine adäquate Anlieferung für Kunsttransporte ermöglicht wird. Das dortige, 1920 mit historischen Versatzstücken erbaute Torhaus wird durch einen Neubau ersetzt.
Im dritten Bauabschnitt werden der Kreuzgang und das Klausurgebäude saniert sowie drei mittelalterliche Gewölbekeller zu Ausstellungsräumen umgebaut werden.
Wasserspeier in Menschengestalt, aus dem Freiburger Münster, Südseite, Langhaus ca. 1350
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Maria Immaculata, Sandstein, Freiburg, aus dem „Haus zur lieben Hand“, Fidelis Sporer, ca 1770
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St. Hubert, aus dem Freiburger Münster, Hochchor 6. Fenster, Ropstein-Werkstatt, 1511/12
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Thomas v. Canterbury, aus dem Hochchor d. Freiburger Münsters, 6. Fenster; Ropstein-Werkstatt, 1511/12
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Reliquienkästchen, Holzkassette mit Silberplatten, Überlingen ca 1530
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Madonna im Rosenkranz, Silber vergoldet, ca. 1500 Sockel ca 1650
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Bergkristallschnitt, Bergkristall, ca 850, Silber vergoldet, Fassung und Fuß ca 1500
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Bergkristall, Ausschnitt aus vorigem Bild
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[Bearbeiten] Allgemeines (Auswahl)
- 70 Jahre Augustinermuseum Freiburg: vom Kloster zum Museum. Ausstellung vom 2. Dezember 1993 - 27. März 1994. München: 1993. ISBN 3-7774-6350-7
- Frank Löbbecke: Hausbau und Klosterkirche: bauarchäologische Untersuchungen im Freiburger Augustinermuseum. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg. Band 2002, S. 191 - 195
- Jahresbericht des Augustinermuseums. Freiburg 1995 ff.
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- Jahresbericht 2002-2004. Freiburg: Promo-Verlag 2005.
- Detlef Zinke: Augustinermuseum: Gemälde bis 1800. Freiburg: Rombach 1990. ISBN 3-7930-0582-8 (vergriffen)
- Detlef Zinke: Bildwerke des Mittelalters und der Renaissance 1100 - 1530 : Auswahlkatalog / Augustinermuseum Freiburg. München: 1995. ISBN 3-7774-6560-7
- Uhren aus vier Jahrhunderten: Sammlung Ehrensberger / Augustinermuseum Freiburg i. Br. Katalogbearb. Gerhard Wagner und Ian Fowler. Freiburg i. Br.: Augustinermuseum 1999.
- Gretel Zimmermann: Gemälde 19. und 20. Jahrhundert: Augustinermuseum Freiburg ; Bestandskatalog. Freiburg i. Br.: 2004. ISBN 3-937014-01-2
[Bearbeiten] Ausstellungskataloge (Auswahl)
- Zu Dürers Zeiten: Druckgraphik des 15. und 16. Jahrhunderts aus dem Augustinermuseum Freiburg. Freiburg i. Br.: 1991
- Hans Baldung Grien in Freiburg. Katalog der Ausstellung im Augustinermuseum, 19. Oktober 2000 bis 15. Januar 2002. Freiburg i. Br.: 2001. ISBN 3-7930-9303-4
- Jugendstil in Freiburg. Begleitbuch zur Ausstellung „Jugendstil in Freiburg“, 2. März - 13. Mai 2001 im Augustinermuseum Freiburg. Freiburg i. Br.: 2001. ISBN 3-7930-9287-9
- Detlef Zinke: Verborgene Pracht: mittelalterliche Buchkunst aus acht Jahrhunderten in Freiburger Sammlungen. Katalog der Ausstellung des Augustinermuseums Freiburg in der Universitätsbibliothek Freiburg, 8. Juni - 28. Juli 2002. Lindenberg: 2002. ISBN 3-89870-059-3
- Eichen, wiegen, messen um den Freiburger Münstermarkt. Augustinermuseum Freiburg, Ausstellung vom 31. Januar bis 27. April 2003. Freiburg i. Br.: 2003.
- Aus Freiburg in die Welt - 100 Jahre Welte-Mignon: automatische Musikinstrumente. Augustinermuseum, Ausstellung vom 17. September 2005 bis 8. Januar 2006. Freiburg i. Br.: 2005.
- Eine Stadt braucht Klöster. Katalog der Ausstellung vom 25. Mai - 1. Oktober 2006 im Augustinermuseum Freiburg i. Br. Lindenberg: 2006. ISBN 3-89870-275-8
Koordinaten: 47° 59′ 38" N, 07° 51′ 09" O
Augustinermuseum - Artikel des Tages
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre
face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
Femme russe Augustinermuseum - In den Nachrichten
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."