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August von Kloeber

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Carl Friedrich August von Kloeber (* 21. August 1793 in Breslau; † 31. Dezember 1864 in Berlin) war ein deutscher Maler.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Nach seiner Erziehung an der Kadettenanstalt in Berlin 1805/06, studierte August von Kloeber ab 1808 zunächst das Bauwesen an der Bauschule in Breslau und ab 1810 Malerei an der Königlich Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Eine Unterbrechung seiner künstlerischen Ausbildung erfolgte während der Befreiungskriege gegen die napoleonische Armee 1813, an dem er als Freiwilliger an den Kämpfen in Großgörschen, Bautzen und Paris teilnahm. Nach dem Friedensschluss 1815, blieb von Kloeber zunächst in Paris zum Studium der dortigen Kunstsammlungen und ging anschließend vier Jahre an die Wiener Kunstakademie. Während dieser Zeit unternahm er eine Bildungsreise nach Frankreich und England. In Wien kopierte von Kloeber Werke Alter Meister, vor allem Correggio und Peter Paul Rubens, malte Bilder mit religiösen Motiven und Porträts, unter anderem von Mitgliedern der Familie Beethoven und Grillparzer.

1818 wurde von Kloeber auf Betreiben Karl Friedrich Schinkels nach Berlin berufen, wo er um 1820 an der Ausmalung im neuerrichteten Schauspielhaus beteiligt war. Zudem fertigte er bis 1836 Entwürfe für die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Neben eigenen Kompositionen entstanden in dieser Zeit auch Werke in Zusammenarbeit mit Gottfried Wilhelm Völcker. Unterstützt durch ein Stipendium des Kultusministeriums, hielt sich von Kloeber von 1821 bis 1828 in Italien auf, wo er in Rom Kontakt zu Bonaventura Genelli, August Kopisch und August Wilhelm Ahlborn bekam. Nach seiner Rückkehr wurde er 1829 bis 1864 Mitglied und 1834 Professor an der Berliner Kunstakademie, an der er seit 1854 Leiter der Kompositionsklasse war und an deren Akademieausstellungen er fast regelmäßig teilnahm. Im Januar 1848 erhielt von Kloeber den Roten Adlerorden IV. Klasse.

August von Kloeber malte Bilder mit Motiven aus der Mythologie, Religion, Porträts und vereinzelt auch Themen aus der Historie. Neben Arbeiten in privaten Villen erhielt er Aufträge aus dem preußischen Königshaus, vor allem von Friedrich Wilhelm IV., der ihn zur Ausmalung einiger Schlösser und Kirchen heranzog. Zudem fertigte er Entwürfe für die KPM, Goldschmiedearbeiten, Medaillen, Seidenwebereien und beschäftigte sich mit Lava- und Glasmalerei. Von Kloeber bevorzugte in seinen Arbeiten Motive aus der Mythologie, wodurch er zu den wenigen Ausnahmen unter den deutschen Malern jener Zeit gehörte. Seine Arbeiten waren geprägt durch das Studium von Correggio und Rubens, mit Einwirkungen der Kunst von Jacques-Louis David. Anmutige und zierliche Motive liegen ihm am besten. Seine Nymphen, Grazien und Amoretten wirken lieblich, wenn auch oft etwas süßlich. [...] Seinem Talent, leicht und flüssig zu komponieren, gaben erst die Dekorationsaufträge um 1860 die Möglichkeit zur freien Entfaltung. Die damals entstandenen Zyklen (lebhaft bewegte Figurengruppen; Grazie des Linienspiels; naturalistische Behandlung der Einzelformen) werden, wie viele spätere Werke Kloebers, durch einen stark akademischen Zug beeinträchtigt. Sie sind stark charakteristisch für das „Neurokoko“ um die Mitte des 19. Jahrhunderts.[1]

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

Ludwig van Beethoven, Skizze von August von Kloeber, 1818
Allegorisches Motiv, August von Kloeber, 1860
Erlöser- oder Christuspforte mit Christuskopf in Glorie, August von Kloeber, 1852

[Bearbeiten] Quelle

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Thieme-Becker, Bd. 20, S. 532
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