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Aufrüstung

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Aufrüstung bezeichnet den Vorgang einer Zunahme der militärischen Kapazität eines Staates. Sie vollzieht sich durch Einberufung zusätzlicher Rekruten, durch Einsatz moderner Technologien oder Mehrbeschaffung militärischer Güter. Aufrüstung wird im Falle des Ausgleichs einer bereits vorangegangenen Aufrüstung des Gegners häufig euphemistisch Nachrüstung genannt.

Weltweit stiegen die Rüstungsausgaben im Jahr 2007 auf 1340 Milliarden Dollar (860 Milliarden Euro, +6% zum Vorjahr). sueddeutsche.de

Der Vertrag über eine Verfassung für Europa bestimmt in Artikel I-41 Absatz 3: "Die Mitgliedstaaten verpflichten sich, ihre militärischen Fähigkeiten schrittweise zu verbessern." Diese Vorschrift statuiert für die Mitgliedstaaten der Europäischen Union de facto eine Verpflichtung zur Aufrüstung.

(Im übertragenen Sinn ist auch eine Zunahme im nicht-militärischen Bereich gemeint, beispielsweise fand in der Öffentlichkeitsarbeit eine massive (personelle) Aufrüstung (gegenüber dem Journalismus im Sparzwang) statt). Ein altes Beispiel war zufällig auch MilitärPR in Washington: mit einem Mehrfachen an PR-Mitarbeitern gegenüber zuständigen Journalisten bei beobachtenden Medien.

[Bearbeiten] Deutsche Aufrüstung vor den Weltkriegen

Vor dem Ersten wie vor dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rüstungsspirale von beiden Kriegsparteien nach oben gedreht. Der deutschen Aufrüstung kommt allerdings insofern spezielle Bedeutung zu, als es in beiden Fällen Deutschland war, welches wesentlich zur Kriegsauslösung beitrug.

Obgleich die letzten Reichstage vor 1914 stets eine Sitzmehrheit von zusammengezählt katholischem Zentrum, liberalen Parteien und SPD aufwiesen, lässt sich im Zeitalter des Imperialismus eine recht konstante Wehrfreundlichkeit des deutschen Parlamentes feststellen. Mit den vielen neuen Rüstungsvorhaben nach 1906 wurde die Haushaltsschraube deutlich überdreht, es resultierten Fehlbeträge und Neuverschuldung. Kanzler Bethmann Hollweg versuchte zwar aus finanzpolitischen Einsparmotiven heraus, zwischen 1909 und 1911 diesen Prozess noch einmal abzubremsen, es trat eine gewisse Stabilisierung (in einem Jahr sogar ein leichter Rückgang) ein. Ab 1912 erfolgte aber ein geballter Rüstungsstoss, der fließend in die Kriegsrüstung nach 1914 überging.

Nach dem Krieg wurden Kontingente, Bewaffnung und Organisation der Wehrmacht bis in die Einzelheiten durch den strengen Versailler Friedensvertrag festgelegt. Deutschland konnte sich damit nicht abfinden, und bereits 1929 genehmigte die Regierung unter SPD-Kanzler Hermann Müller durch Kabinettsbeschluss geheime und illegale Rüstungsarbeiten auf personellem und materiellem Gebiet. 1933 war dann für Hitler sofort klar: Aufrüstung hatte inskünftig Priorität vor allen anderen staatlichen Aufgaben, die Reichswehr erhielt volle Souveränität über alle ihre Rüstungs-Maßnahmen. Es ergab sich zusätzlich eine willkommene Gelegenheit, Rüstungs- und Beschäftigungspolitik zu kombinieren. Finanziert wurde das ganze primär mittels massiver Neuverschuldung auf Basis der berühmten Mefo-Wechsel. Mit anderen Worten: Trotz Widerstandes von Reichsbank-Präsident Schacht wurde hemmungslos mit der Notenpresse Neugeld 'aus dem Nichts heraus' produziert.

[Bearbeiten] Quellen

Michael Geyer: Deutsche Rüstungspolitik 1860 bis 1980, Frankfurt a.M. 1984

[Bearbeiten] Siehe auch

Aufrüstung der Wehrmacht, Wettrüsten, Permanente Rüstungswirtschaft

Aufrüstung - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Aufrüstung - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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