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Hamburg-Harburg |
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| Koordinaten | 53° 28′ 0″ N, 9° 59′ 0″ OKoordinaten: 53° 28′ 0″ N, 9° 59′ 0″ O | ||||||||||
| Höhe | 20 m ü. NHN | ||||||||||
| Fläche | 161 km² | ||||||||||
| Einwohner | 202.526 (2008) | ||||||||||
| Bevölkerungsdichte | 1262 Einwohner/km² | ||||||||||
| Vorwahl | 040 | ||||||||||
| Adresse der Verwaltung |
Bezirksamt Hamburg-Harburg Harburger Rathausplatz 1 21073 Hamburg |
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| Website | www.hamburg.de/harburg | ||||||||||
| Politik | |||||||||||
| Bezirksamtsleiter | Torsten Meinberg (CDU) | ||||||||||
| Sitzverteilung (Bezirksversammlung) | |||||||||||
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| Verkehrsanbindung | |||||||||||
| Autobahn | |||||||||||
| Bundesstraße | |||||||||||
| Deutsche Bahn AG | |||||||||||
| S-Bahn Hamburg | |||||||||||
| Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein | |||||||||||
Harburg ist der Name eines Bezirks im Süden von Hamburg und eines Stadtteils in diesem Bezirk.
An den Bezirk Harburg grenzen im Norden und Osten der Bezirk Hamburg-Mitte, im Süden der Landkreis Harburg und im Westen der Landkreis Stade (beide Niedersachsen).
Der Bezirk Harburg war bis zur Stadtteilreform 2008 (als Hamburg-Wilhelmsburg zum Bezirk Hamburg-Mitte eingegliedert wurde) der flächengrößte Bezirk der Freien und Hansestadt Hamburg. Jetzt ist Hamburg-Bergedorf flächengrößter Bezirk in Hamburg.
Inhaltsverzeichnis |
Durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ der Reichsregierung von 1937 wurde der Stadtkreis Harburg-Wilhelmsburg zusammen mit den Stadtkreisen Altona und Wandsbek sowie anderen Gemeinden dem Staat Hamburg angeschlossen. Zum 1. April 1938 wurden dadurch alle bis dahin mehr oder weniger selbständigen Städte und Gemeinden des Staates Hamburg zur Einheitsgemeinde Hamburg vereinigt. Der Verwaltungssitz des preußischen Landkreises Harburg verblieb dabei in Harburg.
Am 21. November 1944 wurde die Harburger Innenstadt durch einen alliierten Luftangriff zerstört. Da das Kreishaus des Landkreises Harburg auch zerstört wurde, verlor Harburg den Sitz der Kreisverwaltung an Winsen (Luhe).
Das alte Harburger Wappen zeigt das Stadttor in rot mit blauer Turmhaube. Das Schild ist golden belegt mit einem blauen Löwen und roter Zunge. Mit dem Wappen wird an die Zugehörigkeit der Stadt Harburg zum Territorium der Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg erinnert.
Als die beiden Städte Harburg und Wilhelmsburg zusammengeschlossen wurden, erhielten sie ein neues Stadtwappen. Das Harburger Wappen, ein weißes Torhaus auf weißem Grund mit drei Türmen, und geöffnetem Tor in dem der braunschweigische Löwe steht, wurde um zwei Lilien auf den Zinnen der beiden Türme aus dem Wilhelmsburger Wappen ergänzt.
Heute hat das Harburger Wappen eher symbolischen Charakter und gilt nicht als offizielles Hoheitszeichen. Es wird jedoch noch heute auf Drucksachen der Harburger Bezirksversammlung verwendet.
Die folgende Übersicht zeigt die Volkszählungsergebnisse der Gemeinde Harburg nach dem jeweiligen Gebietsstand. Mit der Vereinigung 1927 zu Harburg-Wilhelmsburg überschritt die Einwohnerzahl der Gemeinde die Grenze von 100.000 und machte sie zur Großstadt. Bei der Zählung am 16. Juni 1933 hatte die Stadt 112.593 Einwohner. Seit dem 1. Januar 1938 ist sie Teil der Stadt Hamburg. Die Einwohnerzahlen beziehen sich ab 1861 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“ und ab 1925 auf die Wohnbevölkerung.
Durch den Bezirk Harburg verlaufen von Norden nach Süden die Bundesautobahn 7 und die Bundesautobahn 1. Vom Autobahnkreuz Hamburg-Georgswerder kommend geht die kurze Bundesautobahn 252 in die Wilhelmsburger Reichsstraße über, die Teil der Bundesstraßen 4 und 75 ist. Diese umgehen als Bundesautobahn 253 die Harburger Innenstadt und führen daran anschließend in südwestlicher Richtung bis zur Anschlussstelle Hamburg-Marmstorf an der A7. Unmittelbar nördlich davon zweigt die Bundesautobahn 261 von der A7 ab. Die Bundesstraße 73 durchquert den Bezirk in West-Ost-Richtung und endet an der Anschlussstelle Hamburg-Harburg-Mitte der A253.
Am Bahnhof Hamburg-Harburg treffen die Eisenbahnstrecken Hamburg-Hannover und Hamburg-Bremen (Rollbahn) mit den Strecken nach Cuxhaven (Unterelbebahn) und nach Hamburg zusammen. Eine Strecke der Hamburger S-Bahn, auf der die Linien S3 und S31 verkehren, führt aus der Hamburger Innenstadt über Wilhelmsburg und die Harburger Innenstadt und weiter über Neugraben im Westen des Bezirks bis nach Buxtehude und Stade. Die S-Bahn wurde 1983 bis Harburg Rathaus, 1984 bis Neugraben und 2007 bis Stade eröffnet.
Der Stadtverkehr in Harburg wurde ursprünglich von Straßenbahnlinien der Hamburger Hochbahn AG getragen. In den 20er Jahren entstand ein privater und später kommunalisierter Omnibus-Betrieb, der sich jedoch nicht halten konnte. Gegen das Zugeständnis Harburgs, keinen eigenen Verkehrsbetrieb zu unterhalten, erweiterte die Hochbahn ihr Straßenbahnnetz, das zurzeit seiner größten Ausdehnung folgendes Aussehen hatte:
Zusätzlich unterhielt die Hochbahn in den 30er Jahren die Buslinien 36 (Eißendorf)und 39 (Marmstorf–Innenstadt–Fleestedt).
Schon während des Krieges reiften Gedanken, den Verkehr auf den damals modischen Oberleitungsbus umzustellen. 1949 wurde schließlich die Obus-Linie Eißendorf–Innenstadt–Fleestedt eingerichtet, auf der sogar Doppeldeckerbusse verkehrten. Zu dieser Zeit wurde der gesamte HHA-Verkehr in Harburg elektrisch betrieben, ergänzt durch private Dieselbusse nach Marmstorf (Eggers), Altwiedenthal–Ehestorf (Meyer) und mehrere Bahnbusse (Waldfrieden, Neu Wulmstorf). Schon bald kam es jedoch zu einer Abkehr vom elektrischen Verkehr: Die Obusse verschwanden schon 1958, die Straßenbahnen bis 1971.
1967 war der Gemeinschaftstarif des HVV eingeführt worden, so dass man mit nur einem Fahrschein die Nahverkehrszüge der DB zwischen Hauptbahnhof, Harburg, Neugraben und Maschen sowie die Busse der Hochbahn benutzen konnte. Auch dies führte zu Verkehrsverlagerungen von der Straßenbahn auf die jetzt als „S3“ bezeichnete Bahnverbindung, die in unregelmäßigen Abständen mit lokbespannten Zügen und Silberlingen verkehrte. Bis 1976 unterhielt die DB eine Bahnbus-Schnelllinie Harburg/Rathaus–Hamburg/ZOB.
Das Busnetz passte sich der Siedlungsentwicklung an und erhielt immer weitere Verästelungen in den Neubaugebieten. Es besteht heute, was das Kerngebiet Harburgs betrifft, aus sechs Durchmesserlinien (14, 141, 241, 142, 143, 443) und vier Radiallinien (144, 145, 245, 249), die mit Ausnahme der Linie 249 tagsüber mindestens alle 20 Minuten betrieben werden. Durch Überlagerungen ergeben sich teilweise Taktfolgen von 5 Minuten. Die Durchmesserlinien verbinden entweder die Eißendorfer mit der Winsener oder die Stader mit der Jägerstraße. Der Versuch, eine Tangentialverbindung zu etablieren (Bostelbek–Lübbersweg–Marmstorf–Sinstorf, 444) scheiterte 1995. Hinzukommen Linien der Kraftverkehr GmbH (KVG), die ländlichere Räume wie Neuland (149, 349), Altwiedenthal (340), Moorburg (157) oder Neuenfelde (257) anbinden. Im Bereich Süderelbe verkehren mehrere Buslinien der HHA, meist über den ZOB Neugraben. Einzelne HHA-Linien haben ihren Endpunkt auf niedersächsischem Gebiet.
Der Überlandbusverkehr ist in den letzten Jahrzehnten auf wenige, allerdings dichte Verbindungen zusammengeschrumpft. Die KVG Hittfeld betreibt sechs Überlandlinien nach Hittfeld (148), Hittfeld–Jesteburg–Hanstedt (4148), Vahrendorf–Nenndorf (4244), Tötensen–Nenndorf–Buchholz (ebenfalls 4244), Over–Winsen (149) und in die Hamburger Stadtteile Finkenwerder (146) und Moorburg. Von Neugraben verkehren KVG-Busse nach Hollenstedt und Jork. Die KVG übernahm diese Linien in den 80er Jahren von der Post.
Verschwunden sind die Bahnbus-Fernlinien nach Verden, Soltau und Munster sowie private Linien nach Hollenstedt und Ohlendorf–Winsen. Bis zur Eröffnung der S-Bahn endeten die meisten Überlandbusse auf einem ZOB neben der damaligen Schwimmhalle am Harburger Rathausplatz.
Durch Harburg verläuft außerdem der Radfernweg Hamburg-Bremen und der Radfernweg Flensburg-Gießen.
Die S-Bahn-Haltestelle Harburg-Rathaus ist zugleich Hamburgs größter Atombunker.
Weiterhin gibt es mehrere Gymnasien; Alexander-von-Humboldt-Gymnasium, Friedrich-Ebert-Gymnasium Harburg, Heisenberg-Gymnasium, die Europaschule Immanuel-Kant-Gymnasium, sowie das Lessing-Gymnasium Harburg, die in einem gemeinsamen Oberstufensystem zusammen mit der Gesamtschule Harburg organisiert sind. Zudem existiert das Wirtschaftsgymnasium Harburg, das in die Staatliche Handelsschule Harburg integriert ist.
Ansässige Grundschulen sind u. a.:
Älteste Tageszeitung des Bezirkes Harburg ist die Lokalzeitung „Harburger Anzeigen und Nachrichten“. Sie erscheint seit 1844. Auch das „Hamburger Abendblatt“ berichtet in seiner Sonderausgabe Harburger Rundschau täglich mit einer Beilage für Hamburgs Süden über Aktuelles aus dem Bezirk Harburg. Neben diesen Printmedien gibt es diverse weitere Wochenblätter und Szenemagazine.
Im Bereich der Neuen Medien berichtet das journalistisch-nachrichtlich ausgerichtete Internetportal „die-harburger.de“ täglich über Neuigkeiten aus dem Bezirk.
Am Außenmühlenteich (angelegt von Herzog Otto II. 1565) liegt sowohl der Harburger Stadtpark als auch das „MidSommerland“ (Großes Freizeitbad mit Wasserrutsche, Therme und Sauna). Hier entstand auch 1921 das erste Bootshaus des Wassersport-Vereins Außenmühle, mittlerweile der Wassersport-Verein Süderelbe. Hier findet heute nur noch das Jugendtraining statt, das Hauptbootshaus befindet sich an der Süderelbe.
Im Stadtteil Neuland liegt, nahe der Anschlussstelle Hamburg-Harburg der A1, der Neuländer See. Neben einem Badestrand und Liegewiesen gibt es hier auch eine Wasserskianlage.
Der Bezirk Harburg besteht aus 17 Stadtteilen.
Für Einwohnerangelegenheiten gibt es neben dem Bezirksamt drei Kundenzentren, zwei für die früheren Ortsamtsbereiche Harburg und Süderelbe und eines für Ausländerangelegenheiten.
Für die Wahl zur Bürgerschaft und der Bezirksversammlung wurde der Bezirk Harburg in zwei Wahlkreise eingeteilt, deren Grenzen jedoch nicht mit den vorhandenen Stadtteil-/Siedlungsstrukturen übereinstimmen:
In der Bezirksversammlung Harburg regiert seit 2004 eine schwarz-grüne Koalition. Seit der Wahl 2008 sind fünf Fraktionen in der Bezirksversammlung vertreten: CDU 21 Sitze, SPD 18 Sitze, GAL 5 Sitze, LINKE 4 Sitze, FDP 3 Sitze. Bezirksamtsleiter ist der Jurist Torsten Meinberg (CDU).
Die Phoenix Art Kulturstiftung – gegründet im Sommer 2001 durch die Phoenix AG und dem international renommierten Kunstsammler Harald Falckenberg. Über zwei Stockwerke erstrecken sich die modernen Ausstellungsräume – 2001 gestaltet vom Frankfurter Architekten Roger Bundschuh – auf einer Fläche von mehr als 4000 Quadratmetern.
Von Plastiken – beeinflusst von der Berliner Schule Anfang des 20. Jahrhunderts – bis zur Minimal Concept Kunst ist bis heute ein interessanter Mix von „Kunst im öffentlichen Raum“ realisiert worden, der allein eine Reise in den Stadtteil Harburg lohnt. Der Rieckhof ist ein Kulturzentrum, in dem regelmäßig Konzerte und andere Veranstaltungen (z. B. Volkshochschule) stattfinden.
Das Helms-Museum ist zugleich Hamburger Museum für Archäologie und informiert über die Geschichte Harburgs. Im Hauptgebäude am Museumsplatz ist auch das Harburger Theater untergebracht.
Seit 2000 widmet sich der Kunstverein Harburger Bahnhof im Fernbahnhof (über Gleis 3/4) internationaler aber auch regionaler zeitgenössischer Kunst. Im benachbartem Jazzclub Hamburg (ebenfalls im Fernbahnhof) sowie in der Musikkneipe Consortium Harburg gibt es regelmäßig Jazz-Konzerte.
Das Harburger Mahnmal gegen Faschismus von Jochen Gerz ist nur noch durch eine Sichtluke im Eingang der S-Bahn Station Harburg-Rathaus zu sehen.
Einmal im Jahr findet seit 2006 das selbstorganisierte „Umsonst & Draußen“-Musikfestival „Keine Knete – trotzdem Fete“ im Stadtpark an der Freilichtbühne statt.
Der Harburger Hafen ist ein Überwinterungshafen für Segelschoner und urbanes, lebendiges Hafenquartier. Nach zum Teil sehr ausgedehnten Segeltouren mit Schwerpunkt Nord- und Ostsee kehren die Segelschiffe in das sichere – durch eine Schleuse tideunabhängige – Gewässer des Hafens zurück. Durch die Nähe zur Jöhnk-Werft können Instandsetzungsarbeiten durchgeführt werden.
In Harburg bekam Georg Hölscher (1866–1932), Inhaber einer großen Gärtnerei und bereits seit längerem nebenberuflich auch als Stadt-Obergärtner tätig, den Auftrag zur Planung eines Stadtparks an der Westseite des Außenmühlenteiches. Noch 1913 begannen die Arbeiten, 1924 wurde der Park eingeweiht. Denkmalbüste Hölschers von „Ernst Küster“ (1935) am Rande eines Plateus am sog. „Hockeyplatz“
Die Harburger Musikszene ist vielfältig. Neben bekannten Musikern wie Klaus Büchner (Torfrock) hat der Stadtteil einige Nachwuchsbands vorzuweisen, u.a. die Rockbands Heimfeld und „Zehn Meter Feldweg“ oder den Sänger Jimmy Cornett. Zu den wichtigsten Live-Clubs zählen der Old Dubliner in der Lämmertwiete und das Consortium in der Neuen Straße.
Nach dem Jahr der Ernennung:
(1) im Oktober 1945 auf Senatsbeschluss aberkannt
Altona | Bergedorf | Eimsbüttel | Hamburg-Mitte | Hamburg-Nord | Harburg | Wandsbek
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."