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Askanier :

femme russe

Askanier

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Die Askanier sind ein ostsächsisches (ostfälisches) Fürstengeschlecht. Der Name leitet sich von der latinisierten Form Ascharia ihres Sitzes in Aschersleben ab. Sie waren seit dem 11. Jahrhundert im östlichen Sachsen ansässig.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Nach der Familientradition beginnt die Geschichte der Askanier um das Jahr 1000, als Mitglieder der suebischen (schwäbischen) Adelsfamilie Beringer im Nordharzgebiet (Schwabengau) sich mit den benachbarten sächsischen Fürstenhäusern verheirateten und die Grafschaft Aschersleben in Besitz nahmen. Vorher herrschte über viele Jahrhunderte tiefe Feindschaft zwischen dem Adel der schwäbischen Ureinwohnern (Sueben) und denen der Sachsen, die zur Zeit der Völkerwanderung von Norden her in das Gebiet eingewandert waren, die nicht nach Süddeutschland abgewanderten Teile der Sueben teilweise aus ihrer Heimat vertrieben und in den unwegsamen Harz verdrängt hatten.

Als erster Vertreter des Geschlechts erscheint 1036 Graf Esico von Ballenstedt.

Albrecht der Bär, Denkmal Zitadelle Spandau, Berlin
Albrecht der Bär, Denkmal Zitadelle Spandau, Berlin

Der Urenkel von Esico und Sohn von Graf Otto dem Reichen von Ballenstedt, Albrecht der Bär (Albrecht I.), um 1100 bis 1170, eroberte am 11. Juni 1157 die Brandenburg vom Sprewanenfürsten Jaxa von Köpenick, nannte sich am 3. Oktober 1157 erstmals „Markgraf in Brandenburg“ und rief Siedler ins Land.

Unter den Söhnen von Albrecht dem Bären begann die Zersplitterung der askanischen Macht.

Bekanntere Mitglieder der Anhalter Linien waren Zarin Katharina II. von Russland (geb. Prinzessin Sophie Friederike von Anhalt-Zerbst), Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, der Gründer der Fruchtbringenden Gesellschaft, der Alte Dessauer (Fürst Leopold von Anhalt-Dessau) und Leopold Friedrich Franz, Gründer des Wörlitzer Parks. Der letzte regierende Herzog Joachim Ernst, 1918 für wenige Monate minderjährig auf den Thron gelangt, starb 1947 in sowjetischer Internierung. Sein Sohn Eduard ist der derzeitige Chef des Hauses.

Die Askanier führten, anders als andere Fürstengeschlechter, erst 1727 das Prinzip der Primogenitur ein, so dass ihre Länder bis dahin immer unter allen Söhnen aufgeteilt wurden, was zur politischen Zersplitterung des Herrschaftsgebiets führte und somit den Einfluss der Askanier im Heiligen Römischen Reich minderte.

[Bearbeiten] (Neben-)Linien der Askanier

Bis auf den anhaltischen sind die askanischen Zweige ausgestorben. Jeweiliges Ende der Zweige:

[Bearbeiten] Askanische Grafen zu Weimar-Orlamünde

Herrschaft Name
1112 - 1113 Siegfried I.
1113 - 1123 Siegfried II.
1124 - 1134 Wilhelm
1134 - 1170 Albrecht I. (auch: Albrecht der Bär)
1170 - 1176 Hermann I. (eigentliche Begründung des askanischen Linie Weimar-Orlamünde)
1176 - 1206 Siegfried III.
1206 - 1245 Albrecht II. (Regentschaft gemeinsam mit seinem Bruder Hermann)
1206 - 1247 Hermann II. (bis 1245 Regentschaft gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht)

[Bearbeiten] Askanische Grafen zu Orlamünde

Herrschaft Name
1247 - 1283 Hermann III.

[Bearbeiten] Askanische Grafen zu Weimar

Herrschaft Name
1247 - 1285 Otto III.
1285 - 1319 Hermann IV.
1285 - 1305 Otto IV.
1305 - 1340 Otto VI.
1340 - 1365] Friedrich I.

[Bearbeiten] Askanische Herzöge von Sachsen

Herrschaft Name
1112 - 1114 Otto von Ballenstedt (war verheiratet mit der Tochter des Billungers Magnus, Herzog von Sachsen)
1138 - 1142 Albrecht I. (auch: Albrecht der Bär)
1180 - 1212 Bernhard III. von Sachsen
1212 - 1260 Albrecht I. von Sachsen
1260 - 1296 Albrecht II. und Johann I. (1260–1282) bzw. Johann II. (1282–1296), Albrecht III. (1282–1296) sowie Erich I. (1282–1296)
im Jahr 1296 erfolgt die endgültige Teilung in die Herzogtümer Sachsen-Wittenberg (mit der Kurwürde) und Sachsen-Lauenburg


[Bearbeiten] Askanische Herzöge und Kurfürsten
zu Sachsen-Wittenberg

Herrschaft Name
1296 - 1298 Albrecht II.
1298 - 1356 Rudolf I.
1356 - 1370 Rudolf II.
1370 - 1388 Wenzel I.
1388 - 1419 Rudolf III.
1419 - 1422 Albrecht III.
Am 6. Januar 1423 kam Sachsen-Wittenberg mit Friedrich I. an das Haus Wettin, weil Albrechts Ehe kinderlos blieb

[Bearbeiten] Askanische Herzöge
zu Sachsen-Lauenburg

Herrschaft Name
1296 – 1321 Johann II. (ab 1305 Linie Bergedorf-Mölln)
1296 – 1308 Albrecht III.
1296 – 1361 Erich I. (ab 1305 Linie Ratzeburg-Lauenburg)
1321 – 1343 Albrecht IV. (Linie Bergedorf-Mölln)
1343 – 1356 Johann III. (Linie Bergedorf-Mölln)
1356 – 1370 Albrecht V. (Linie Bergedorf-Mölln)
1361 – 1368 Erich II. (Linie Ratzeburg-Lauenburg)
1368 – 1412 Erich IV. (Linie Ratzeburg-Lauenburg; 1401 Erbe des Bergedorf-Möllner Anteils)
1370 – 1401 Erich III. (Linie Bergedorf-Mölln; nach seinem Ableben geht der Bergedorf-Möllner Anteil an die Linie Ratzeburg-Lauenburg)
1412 – 1436 Erich V.
1436 – 1463 Bernhard III.
1463 – 1507 Johann IV.
1507 – 1543 Magnus I.
1543 – 1581 Franz I.
1581 – 1603 Magnus II.
1603 – 1619 Franz II.
1619 – 1656 August
1656 – 1665 Julius Heinrich
1665 – 1666 Franz Erdmann
1666 – 1689 Julius Franz

[Bearbeiten] Askanische Markgrafen von Brandenburg

Siehe auch: Geschichte Brandenburgs


Herrschaft Name
1150 - 1170 Albrecht I. (auch: Albrecht der Bär)
1170 - 1184 Otto I.
1184 - 1205 Otto II. (auch: Otto der Freigiebige)
1205 - 1220 Albrecht II.
1220 - 1266 Johann I.
1220 - 1267 Otto III. (auch: Otto der Fromme)
1266/67 - 1308 Otto IV. (auch: Otto mit dem Pfeil)
1308 - 1319 Waldemar (auch: Waldemar der Große)
1319 - 1320 Heinrich II. (auch: Heinrich der Jüngere)

[Bearbeiten] Askanische Fürsten und Herzöge zu Anhalt

Herrschaft Name
1160 - 1170 Albrecht I. (auch: Albrecht der Bär)
1170 - 1212 Bernhard III. von Sachsen
1212 - 1252 Heinrich I. von Anhalt
Teilung des Gebietes in Anhalt-Aschersleben, Anhalt-Bernburg und Anhalt-Köthen

[Bearbeiten] Anhalt-Aschersleben

[Bearbeiten] Anhalt-Bernburg

[Bearbeiten] Anhalt-Bernburg-Schaumburg-Hoym

[Bearbeiten] Anhalt-Harzgerode

[Bearbeiten] Anhalt-Köthen

Land fällt an die Linien Anhalt-Bernburg und Anhalt-Dessau (von Anhalt-Dessau verwaltet). Auf eine Teilung wird in Hinblick auf das absehbare Erlöschen der Anhalt-Bernburger Linie und den dann eintretenden Erbfall an Anhalt-Dessau verzichtet.

[Bearbeiten] Anhalt-Plötzkau

[Bearbeiten] Anhalt-Köthen-Pless

[Bearbeiten] Anhalt-Zerbst

[Bearbeiten] Anhalt-Dessau

[Bearbeiten] Anhalt

Nach dem Erlöschen der Linien in Köthen (1847) und Bernburg (1863) wurden sie, zusammen mit Anhalt-Dessau, 1863 zu einem Herzogtum Anhalt vereinigt.
Herrschaft Name
1863 - 1871 Leopold IV.
1871 - 1904 Friedrich I.
1904 - 1918 Friedrich II.
1918 Eduard
1918 Joachim Ernst

[Bearbeiten] Chefs des Hauses Anhalt

Herrschaft Name
1918 - 1947 Joachim Ernst
1947 - 1963 Leopold Friedrich Franz
seit 1963 Julius Eduard

[Bearbeiten] Askanische Äbtissinnen

[Bearbeiten] Stift Gernrode

[Bearbeiten] Stift Gandersheim

[Bearbeiten] Eine Askanierin auf dem Zarenthron

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Die offizielle Website des Hauses anhalt-askanien

Askanier - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Askanier - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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