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Anorthit

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Anorthit
Anorthit
Chemische Struktur CaAl2Si2O8
Mineralklasse Gerüstsilicat, Feldspat
9.FA.35 (8. Auflage: VIII/J.07-070) (nach Strunz)
76.1.3.6 (nach Dana)
Kristallsystem Triklin
Kristallklasse triklin-pinakoidal \bar{1}
Farbe grau, grün, rot
Strichfarbe weiß
Mohshärte 6 bis 6,5
Dichte (g/cm³) 2,8
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben bis muschelig
Spaltbarkeit gut
Habitus körnige und massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung überwiegend verzwillingt nach Albit-Gesetz
Kristalloptik
Brechzahl α=1,572-1,576 β=1,579-1,583 γ=1,583-1,588
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,011-0,012 ; zweiachsig negativ
Pleochroismus farblos
Weitere Eigenschaften
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch

Anorthit ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silicate, genauer ein Gerüstsilicat (Tektosilicat) aus der Gruppe der Feldspate und der Anorthoklas-Anorthit-Banalsit-Serie mit der chemischen Formel CaAl2Si2O8. Es gibt graue, grünliche und rötliche Anorthite, die je nach Ausbildung der triklinen Kristalle einen Glasglanz oder matten Schimmer aufweisen.

Anorthit ist Mitglied der Plagioklas-Mischreihe bestehend aus den Mineralen:

Die Zusammensetzung der einzelnen Mitglieder wurde willkürlich festgelegt, da sich die Einzelminerale nur durch chemische Analysen unterscheiden lassen. Daher sind zurzeit außer den Endgliedern Albit und Anorthit nur Oligoklas von der IMA als eigenständige Minerale anerkannt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bildung und Fundorte

Anorthit bildet sich entweder magmatisch in Gabbros, Basalt und Anorthosit oder in metamorphen Gesteinen. Das Gestein Anorthosit, welches überwiegend die Mondkruste bildet, besteht praktisch vollständig aus Anorthit.

Fundstätten sind unter anderem Val di Fassa und Monte Somma in Italien, Miyake-Jima in Japan und Mount Erebus in der Antarktis. Aber auch in Finnland, Schweden und Russland lässt sich Anorthit finden.

[Bearbeiten] Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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