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Annibale Carracci :

femme russe

Annibale Carracci

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Kreuzigung (1583) Santa Maria della Carità, Bologna

Annibale Carracci (* vor 3. November 1560 in Bologna; † 15. Juli 1609 in Rom) war ein Maler und Kupferstecher. Neben Michelangelo Merisi da Caravaggio gilt er als Begründer der italienischen Barockmalerei.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Der Bruder von Agostino Carracci war ursprünglich zum Schneider bestimmt, erlernte die Malerei bei seinem Vetter Lodovico Carracci in Parma, wo er von 1580 an drei Jahre lang verweilte, studierte er Correggio aufs eifrigste, dann in Venedig Tizian, Tintoretto und besonders Paolo Veronese. Nach Bologna zurückgekehrt, entfaltete er hier eine große Tätigkeit, schuf die Fresken mit Lodovico und Agostino in den Palazzi Fava, Magnani, in Kirchen usw. und vollendete zugleich viele Ölgemälde.

Vom Kardinal Farnese 1595 nach Rom berufen, führte er in dessen Palast mythologische Fresken aus, wobei er sich die Fresken Michelangelos in der Sixtinische Kapelle zum Vorbild nahm. Seine Arbeiten zeichneten sich durch edle Komposition, gediegene Zeichnung und prachtvolles Kolorit aus. Durch die Studien nach den Kompositionen Raffaels und Michelangelos hatte er sich einen größeren Stil angeeignet.

Acht Jahre lang arbeitete er mit Hilfe seines Bruders und seiner Schüler an diesen Fresken. Der niedrige Preis von 500 Skudi für die Arbeit stürzte Carracci, dem die höchste Anerkennung der kunstgebildeten Welt zu teil wurde, in Schwermut und Krankheit, der er nach einem kurzen Aufenthalt in Neapel, wo er sich zu erholen gedachte, am 14. oder 15. Juli 1609 in Rom erlag. Carracci fand seine Ruhestätte im Pantheon an der Seite Raffaels.

[Bearbeiten] Werk

Gemälde von ihm finden sich zahlreich in Bologna, Rom, Neapel, Paris, London, Dresden, Berlin, Wien und anderen Orten. Carracci hat anfangs auch in Kupfer gestochen; später aber radierte er verschiedene Blätter, die trotz ihrer - durch die Technik der Radierung - 'zarten' Erscheinung, insgesamt eine starke Wirkung erzeugen.

Carracci war, anders als sein Bruder, ein Mann von geringer Bildung, aber ein echter Künstler, der das Hauptverdienst um die Eklektikerschule hat. Die Kühnheit und Sicherheit seiner Zeichnung ist zu bewundern, und so reflektiert, akademisch und roh er manchmal erscheint, so überrascht er doch oft durch eine glückliche Naivität und eine fast Correggios würdige Färbung.

Es ist nach ihm sehr viel gestochen worden, namentlich auch nach seinen zahlreich vorkommenden Zeichnungen. Simon Guillain radierte unter Beihilfe Alessandro Algardis "Die Ausrufer von Bologna" (Le arti di Bologna), in 78 Blättern (Rom 1646, spätere Ausg. 1740); dieselben auch Giuseppe Maria Mitelli (Bologna 1660). "Die Galerie Farnese" ist oft erschienen (von Carlo Cesio, Pietro Aquila u.a.), außerdem: "Elementi del disegno", 30 Blätter (François de Poilly).

[Bearbeiten] Galerie

[Bearbeiten] Weblinks

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Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.

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