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Annaburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Annaburg
Annaburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Annaburg hervorgehoben
51.73277777777813.04555555555675Koordinaten: 51° 44′ N, 13° 3′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wittenberg
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Annaburg-Prettin
Höhe: 75 m ü. NN
Fläche: 120,61 km²
Einwohner: 3642 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner je km²
Postleitzahl: 06925
Vorwahl: 035385
Kfz-Kennzeichen: WB
Gemeindeschlüssel: 15 0 91 010
Adresse der Verbandsverwaltung: Torgauer Straße 52
06925 Annaburg
Webpräsenz:
Bürgermeister: Erich Schmidt (parteilos)

Annaburg ist eine Kleinstadt im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland), gelegen in der Annaburger Heide.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Annaburg liegt ca. 9 km südöstlich von Jessen (Elster). Die Gemeinde gehört der Verwaltungsgemeinschaft Annaburg-Prettin an, die ihren Verwaltungssitz in Annaburg hat.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Als Ortsteile der Gemeinde sind ausgewiesen:

[Bearbeiten] Geschichte

Im 13. Jahrhundert errichteten die Askanier das Jagdschloss Lochau an der heutigen Stelle von Annaburg. Das Schloss brannte allerdings 1422 wieder ab. Albrecht IV. befand sich zum Zeitpunkt des Brandes im Jagdschloss und konnte sich zunächst retten, verstarb aber wenig später an den Folgen seiner Verletzung. Er starb als letzter askanischer Herzog.

Ab etwa 1500 baute Kurfürst Friedrich der Weise die Anlage zu einer der ersten Villen nördlich der Alpen aus. Kennzeichen war ein großer, mit einem Wall umschlossener Garten mit mehreren aufwändig gestalteten Lusthäusern direkt angrenzend an das Schloss. An den Garten schloss sich ein weitläufiger Tierpark an. In dieses Refugium zog sich Friedrich oft aus seiner städtischen Hauptresidenz im benachbarten Torgau zurück und hier verstarb er am 5. Mai 1525.

Der Mathematiker und Gefährte Luthers Michael Stifel erwartete als Pfarrer von Lochau 1533 den von ihm vorhergesagten Weltuntergang. Der Humanist Georg Spalatin hielt sich oft auf der Lochau auf.

1573 wurde der Neubau des noch bestehenden Schlosses (und damit auch die Stadt) nach der sächsischen Kurfürstin Anna von Dänemark und Norwegen (1532–1585) („Mutter Anna“) in Annaburg umbenannt und war bis zur endgültigen Auflösung 1821 Sitz des Amtes Annaburg. 1550 lebten im Städtlein Lochau 40 besessene Mann, darunter acht Anspänner, ein Lehnrichter, neun Gärtner und 22 Vorstädter.

Die erste sächsische Hofapotheke befand sich ebenfalls in Annaburg.

Im Juli 1754 wurde der Malificant, Malefiztäter = Gauner, Verbrecher Johann Christian Noack hingerichtet und zur Abschreckung in Annaburg aufs Rad geflochten - eine der letzten Hinrichtungen dieser Art.

Seit 1762 ist das Schloss Annaburg Sitz eines Militärknabeninstituts, in welchem über 500 Zöglinge von Militärpersonen evangelischen Bekenntnisses vom 11. bis zum 15. Lebensjahr unentgeltlich erzogen worden sind. Außerdem bestand noch eine Unteroffiziervorschule in einer neuerrichteten Kaserne.

Seit 1780 wurde in Annaburg vom Amtsaktuar Christian August Seidel eine Maulbeerbaumplantage betrieben.

1815 wurde Annaburg preußisch.

Nachdem Annaburg im 17. Jahrhundert das Stadtrecht verloren hatte, wurde ihr dieses Recht 1939 wieder verliehen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde in Annaburg das Stammlager für die indischen Kriegsgefangenen in Deutschland eingerichtet, aus denen sich später die Indische Legion der Wehrmacht rekrutierte.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Blasonierung: „In Silber auf grünem Schildfuß ein stehender Rosenstock mit fünf roten Rosen.“

[Bearbeiten] Flagge

Die Flagge der Stadt Annaburg zeigt die Farben grün/silber (weiß) mit dem in der Mitte befindlichen Stadtwappen.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Kurz nach der Maueröffnung im Jahre 1989 entstand eine Städtefreundschaft zwischen Annaburg und der Gemeinde Verl in Nordrhein-Westfalen. Zu Beginn gab es Kontakte zwischen dem damaligen Hegeringsvorsitzenden von Annaburg und seinem Pendant in Verl, in deren Folge sich weitere Kontakte anderer Einrichtungen und der Verwaltungen beider Kommunen anschlossen, die schließlich zu dem Beschluss führten, eine offizielle Städtefreundschaft miteinander einzugehen.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Museen

[Bearbeiten] Parks

[Bearbeiten] Landschaften

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

[Bearbeiten] Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Einzelnachweis

  1. Kurzbiographie von Wanitschek auf der Homepage www.dresden-art.de
  2. Internetpräsenz der Stadt Annaburg

[Bearbeiten] Weblinks


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