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Gewöhnlicher Andorn

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Gewöhnlicher Andorn

Gewöhnlicher Andorn (Marrubium vulgare)

Systematik
Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae)
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Lamioideae
Gattung: Marrubium
Art: Gewöhnlicher Andorn
Wissenschaftlicher Name
Marrubium vulgare
L.

Der Gewöhnliche Andorn, auch Weißer Andorn, Andorn, Gemeiner Andorn oder Weißer Dorant genannt, (Marrubium vulgare) ist eine Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Andorn

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Gewöhnliche Andorn ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 80 cm erreicht mit vierkantigen Stängeln. Die ganze Pflanze riecht leicht thymianartig. Blätter und Stängel sind behaart. Die weißen Blüten sind in dichten Scheinquirlen in den Blattachseln angeordnet. Man erkennt den Andorn an den hakig verdornten Spitzen der zehn Kelchblätter, daher auch sein deutscher Name. In der Heilkräuterliteratur ist die Pflanze auch als Herba Marrubii zu finden.

[Bearbeiten] Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Süd- und Mitteleuropa. Die Blütezeit ist Juni bis August. Teilweise ist die Pflanze auch in Nordeuropa verbreitet. Zu den bevorzugten Standorten gehören trockene Hänge, Weiden und Wegränder, magere Wiesen und Schuttplätze.

Der Gewöhnliche Andorn gehört wie Katzenminze, Wermut und Beifuß zu den Ruderalpflanzen , die seit der Jungsteinzeit die Siedlungen der Menschen begleitet haben.

[Bearbeiten] Wirkstoffe

Andorn enthält den Bitterstoff Marrubiin, ein Furanolabdan-Diterpen sowie ätherische Öle, Schleim, Harze, Wachse und Gerbstoffe.

[Bearbeiten] Verwendung

Die Pflanze ist als Heilkraut seit dem Altertum bekannt. Der Name Marrubium geht auf eine Stadt in Latium zurück.[1] Bereits Plinius weist auf die Wirkung gegen Schlangenbisse und Gift hin. Nach Walafried Strabo hilft Andorntee gegen „ärgerliche Beklemmungen“. Kulturgeschichtlich sind auch die Namen Mäusedorn und weißer Andorn bekannt, wie der großformatige Kupferstich aus der berühmten Folge des Garten von Eichstätt von Basilius Besler (1561–1629) belegt [2].Aktuell werden folgende Wirkungen angegeben: Schleimlösend und galletreibend; hilft bei Appetitlosigkeit; leicht regelfördernd.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Andorn – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Commons Commons: Andorn – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Quellen

  1. Buchenau, Franz. Flora von Bremen und Oldenburg. Leipzig 1906.
  2. Hortus Eystettensis: Marrubium vulgare (Mäusedorn, weißer Andorn) - Marrubium creticum angu. Eichstätt, Nürnberg, 1613

Andorn - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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