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Altes Reich (Ägypten)

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Das Alte Ägypten
Totenmaske des Tutanchamun
Zeitleiste
bis ca. 3150 v. Chr.
Prädynastische Zeit
ca. 3032–2707 v. Chr.
1. bis 2. Dynastie
Frühdynastische Zeit
ca. 2707–2216 v. Chr.
3. bis 6. Dynastie
Altes Reich
ca. 2216–2025 v. Chr.
7. bis 11. Dynastie
Erste Zwischenzeit
ca. 2010–1793 v. Chr.
11. bis 12. Dynastie
Mittleres Reich
ca. 1648–1550 v. Chr.
13. bis 17. Dynastie
Zweite Zwischenzeit
ca. 1550–1070 v. Chr.
18. bis 20. Dynastie
Neues Reich
ca. 1070–664 v. Chr.
21. bis 25. Dynastie
Dritte Zwischenzeit
ca. 664–332 v. Chr.
26. bis 30. Dynastie
Spätzeit
332 v. Chr. bis 395 n. Chr.
31. Dynastie
Griechisch-römische Zeit
Daten nach
Jürgen von Beckerath
Zusammenfassung
Geschichte des Alten Ägypten
Weiterführendes
Portal Ägyptologie

Das Alte Reich Ägyptens um ca. (2707–2216 v. Chr.) wird hier als die Zeit der 3. bis 6. Dynastie angesehen. Von manchen Ägyptologen wird die 3. Dynastie noch der Frühdynastischen Periode zugerechnet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] 3. Dynastie

Die schon in der 2. Dynastie entstandenen Grabbauwerke wurden in der 3. Dynastie (2707–2639 v. Chr.) weiterentwickelt. Pharao Djoser ist der erste, der sich in (oder besser unter, da seine Grabkammer unter dem Bauwerk lag) einer Pyramide beisetzen lässt. Die Djoser-Pyramide in Sakkara, eine Stufenpyramide, gilt als die erste ägyptische Pyramide überhaupt.

In der 3. Dynastie wurde der Sonnengott Re zur wichtigsten Gottheit Ägyptens.

[Bearbeiten] 4. Dynastie

Die 4. Dynastie (2639–2504 v. Chr.) war eine Blütezeit Ägyptens. Pharao Snofru erweiterte das Reich nach Westen und Süden. Die Rote Pyramide in Daschur bei Saqqara wird ihm zugeschrieben. Die Pharaonen Cheops, Chefren und Mykerinos errichteten die Pyramiden von Gizeh. Die älteste heute noch erhaltene Talsperre (Sadd-el-Kafara) wurde gebaut.

[Bearbeiten] 5. Dynastie

Ausdehnung des ägyptischen Reiches

Die Pharaonen der 5. Dynastie (2504–2347 v. Chr.) sind sowohl durch archäologische Funde als auch durch überlieferte Texte genauer bekannt als die der vorangegangenen Dynastien. Ihre Zeit ist durch kleinere Pyramiden, oft bei Abusir, und Tempel des Sonnengottes Re gekennzeichnet.

Die Pharaonen mussten ihre absolute Macht mit dem aufstrebenden Adel und einer wachsenden Bürokratie teilen. Letzterer verdanken wir viele der erhaltenen Texte.

In der Pyramide des Pharao Unas wurden zum ersten Mal die so genannten Pyramidentexte an die Wände gemeißelt, die somit die ältesten überlieferten religiösen Texte der Menschheitsgeschichte sind. Die Tradition der Anbringung von Jenseitsliteratur in Königsgräbern wurde im Mittleren Reich mit den Sargtexten und im Neuen Reich mit den verschiedenen Unterweltsbüchern (Amduat, Höhlenbuch, Pfortenbuch etc.) fortgeführt. In nicht-königlichen Gräbern des Neuen Reiches fand man Papyri mit dem Totenbuch.

[Bearbeiten] 6. Dynastie

Die 6. Dynastie (2347–2216 v. Chr.) setzte die 5. Dynastie kulturell fort. Eine Dezentralisierung der Verwaltungsstrukturen mit über das Land verteilten Verwaltern stellte regionale Zentren her, die mit nachgebendem Einfluss der Pharaonen an Bedeutung gewannen. Die Zentralregierung verlor nach Kriegszügen gegen Libyen, Nubien und Palästina immer mehr an Einfluss.

Neueste Forschungen deuten darauf hin, dass Klimaveränderungen, mit ausbleibenden Nilhochwassern, zum Niedergang des Alten Reiches beigetragen haben könnten.[1][2] Auch die zeitnahen Umbrüche in Sumer und der Indus-Kultur sprechen dafür.

Mit dem Zerfall der Zentralregierung beginnt die Erste Zwischenzeit.

Die Archäologin Marija Gimbutas sieht für die Zeit zwischen 2500 - 2200 v. Chr. Belege für einen Vorstoß von Völkern der von ihr definierten späten Periode der Kurgankultur aus dem Großbereich der Ukraine bis nach Ägypten.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Lonnie G. Thompson et al.: Kilimanjaro Ice Core Records. Evidence of Holocene Climate Change in Tropical Africa, in: Science 298 (2002), 589-593. doi:10.1126/science.1073198
  2. Russell Drysdale et al.: Late Holocene drought responsible for the collapse of Old World civilizations is recorded in an Italian cave flowstone, in: Geology 34, 2006, S. 101-104. doi:10.1130/G22103.1

[Bearbeiten] Literatur



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