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Altes Bach-Denkmal in Leipzig

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Dieser Artikel behandelt das Alte Bach-Denkmal in Leipzig von 1843, für das Neue Denkmal siehe hier.
Altes Bachdenkmal aus dem Süden

Das Leipziger alte Bachdenkmal steht in den Grünanlagen am Dittrichring, nahe der Thomaskirche und ist das weltweit älteste Denkmal für Johann Sebastian Bach. Es wurde im Jahr 1843 vom Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy gestiftet, von Eduard Bendemann, Ernst Rietschel und Julius Hübner entworfen und vom Leipziger Bildhauer Hermann Knaur ausgeführt. Nach seiner Errichtung wurde es mehrfach restauriert, zuletzt im Jahre 2005.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gestalt

Auf zwei achteckigen Steinplatten steht ein achteckiger Sandsteinsockel, der einen kantonierten Pfeiler trägt, der von vier schmaleren, im Mittelteil spiralförmig gedrehten Säulen umgeben ist. Auf diesen fünf Säulen ruht ein gemeinsames quadratisches Kapitell, auf dem Haus-artig mit quadratischem Grundriss das eigentliche Denkmal steht. Es wird aus vier romanischen Bögen gebildet, über denen sich je ein unten offener Dreiecksgiebel befindet. Die Giebel laufen als ein Dach zusammen und tragen einen steinernen Kelch, der das Denkmal krönt und abschließt. Umgeben ist das Denkmal von einem achteckigen, eisernen Zaun.

[Bearbeiten] Kreuzblume

Zweite Kreuzblume im Bach-Archiv Leipzig [1]

Die Kreuzblume wurde seit der Errichtung des Denkmals mindestens zweimal ausgetauscht und in ihrer Form verändert. Die vermutlich zweite Kreuzblume befindet sich seit Anfang der 1980er Jahre im Bach-Archiv Leipzig. Wie auf einem Holzstich [2] zu sehen ist, war die erste Kreuzblume bedeutend größer als die jetzige.

[Bearbeiten] Relief

Zwei Seiten des Reliefs

Das Relief besteht aus einem vierseitigen Sandstein mit Halbreliefdarstellungen, die jeweils unter einem romanischen Bogen stehen. Jede Seite ist von einem kleinen, kupfernen Firstdach gedeckt und weist jeweils ein anderes Motiv auf: 1. Bach beim Orgelspiel, 2. Bachs Büste, 3. zwei Personen, 4. ???.

[Bearbeiten] Säulenpartie

Die Säulenpartie besteht aus insgesamt 16 Säulen, wobei im Zentrum acht und auf jeder der vier Seiten eine glatte Säule steht. An den vier Ecken steht je eine gedrehte Säule. Diese haben alle korinthische Kapitelle, drei runde Teile und einen achteckigen Teil.

[Bearbeiten] Sockel

Der Sockel ist achteckig und hat drei Stufen. Der oberste Teil des Sockels besteht aus Metall und ist an den vier Ecken verziert.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Initiative für die Errichtung eines Denkmals für Bach in Leipzig ging Anfang der 1840er Jahre von dem Komponisten und Gewandhaus-Kapellmeister in Leipzig Felix Mendelssohn Bartholdy aus. Das Denkmal wurde von dem Dresdner Maler Eduard Bendemann unter Mitwirkung seiner Kollegen Ernst Rietschel und Julius Hübner entworfen, vom Bildhauer Hermann Knaur in Elbsandstein ausgeführt und im Jahr 1843 an seinem heutigen Platz, der damals unmittelbar hinter der Thomasschule lag, aufgestellt.

Am 6. August 1840 gab Mendelssohn in der Leipziger Thomaskirche ein Orgelsolokonzert, in dem er sechs Werke Johann Sebastian Bachs spielte und das er mit eigenen Improvisationen begann und beendete. Diesem Konzert folgten die Aufführung der Matthäuspassion und am Tag der Enthüllung des Denkmals ein Konzert mit repräsentativen Vokal- und Instrumentalwerken Bachs. Der Reinerlös der drei Konzerte trug wesentlich zur Finanzierung des „Monumentes“ - wie es Mendelssohn gerne nannte - bei.

Am 23. April 1843 wurde das Denkmal feierlich enthüllt. Dabei sang der Thomanerchor, begleitet von einem aus Mitgliedern des Gewandhausorchesters gebildeten Bläserchor, einen Choral. Der Regierungs- und Stadtrat Dr. Demuth hielt eine Festansprache.

[3]

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. Beschriftung im Bach-Archiv Bild:Beschreibung Kreuzblume Bach-Archiv.jpg
  2. Holzstich, abgedruckt in Magasin pittoresque, Paris 1858, nach dem Aquarell von Eduard Bendemann 1850 Bild:Altes Bachdenkmal (Leipzig) - Holzstich.jpg
  3. Geschichte des Denkmals bei MDR [1]

Koordinaten: 51° 20′ 21″ n. Br., 12° 22′ 17″ ö. L.

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