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Für alle natürlichen Zahlen n > 2 ist die alternierende Gruppe Altn (oder An) die Kommutator-Untergruppe der symmetrischen Gruppe Symn.
Die Trägermenge von Altn besteht aus den geraden Permutationen von Symn und Altn besitzt die Ordnung n!/2 (halbe Fakultät von n).
Für n > 4 gehört Altn zu den einfachen Gruppen.
Altn ist abelsch genau dann, wenn
.
Alt5 ist die kleinste nichtabelsche einfache Gruppe; sie ist isomorph zur Punktgruppe des Ikosaeders (Ikosaedergruppe).
Inhaltsverzeichnis |
Von einer Inversion spricht man, wenn zwei „Stellen“ einer Permutation in „falscher“ Reihenfolge stehen. Zur Ermittlung der Inversionszahl einer Permutation werden alle ihrer Stellen paarweise miteinander verglichen und die Anzahl der Inversionen wird gezählt. Eine Inversion nennt man auch Fehlstand.
Beispiel: Die Permutation in Tupelschreibweise
besitzt die Inversionen „3vor1“ und „3vor2“ (abzulesen an der Matrix-Schreibweise) und damit die Inversionszahl 2.
Von einer geraden Permutation spricht man, wenn deren Inversionszahl eine gerade Zahl ist, von einer ungeraden Permutation spricht man, wenn deren Inversionszahl eine ungerade Zahl ist.
Oft definiert man auch die sogenannte „Signum“-Abbildung
wie folgt:
Signum ist ein Gruppenhomomorphismus. Es gilt also:
für die Permutationen p und s.
Als Kern des Signums ist Altn automatisch ein Normalteiler von Symn. Man kann auch die Untergruppeneigenschaften leicht nachrechnen:
Für die Menge der geraden Permutationen gilt:
Mit diesen Voraussetzungen „erbt“ Altn direkt von Symn alle notwendigen Gruppeneigenschaften:
Die Gruppe Alt5 stellt hierbei eine Besonderheit dar, da sie die kleinste, einfache, nicht-abelsche Gruppe bildet.
Als Transposition bezeichnet man eine Permutation, bei der genau 2 verschiedene Stellen miteinander vertauscht werden, z.B. ( 1 2 5 4 3 ) bei der 3 und 5 vertauscht werden.
Allgemein gilt für alle n-stelligen Permutationen p1 und p2: p2 lässt sich mit endlich vielen Transpositionen aus p1 erzeugen.
Als Spezialfall hiervon gilt für eine beliebige Permutationen p2: p2 lässt sich mit endlich vielen Transpositionen aus der identischen Permutation id erzeugen.
Bei der Wahl der notwendigen Transpositionen existiert eine gewisse Freiheit, so könnte man im Bild rechts beispielsweise die Transpositionen b und c wegfallen lassen, da sie sich offensichtlich aufheben. Ebenso könnte man durch den Einbau weiterer sich paarweise aufhebender Transpositionen die Anzahl der Transpositionen auf 7, 9, 11, ... erhöhen. Allerdings ist es nicht möglich, ( 2 5 3 1 4 ) mit einer geraden Anzahl von Transpositionen aus ( 1 2 3 4 5 ) zu erzeugen.
Durch eine einzelne Transposition ändert sich der Wert der Inversionszahl immer um eine ungerade Zahl, d.h. aus einer geraden Permutation wird eine ungerade und umgekehrt.
Bei einer Transposition, die aus
( ...x...yi...z... ) die neue Permutation
( ...z...yi...x... ) erzeugt, setzt sich die Änderung der Inversionszahl zusammen aus der Summe folgender Änderungen:
Die Summe aus einer ungeraden und beliebig vielen geraden Zahlen ergibt immer eine ungerade Zahl.
Die weiter oben getroffene Aussage lässt sich verallgemeinern:
Da id eine gerade Permutation ist, gilt:
Wenn p und q gerade Permutationen sind, dann gibt es gerade Zahlen pn und qn, so dass sich p und q als Verkettung von Transpositionen wie folgt darstellen lassen:
Damit gilt p ◊ q = tp1 ◊ ... ◊ tpn ◊ tq1 ◊ ... ◊ tqn, somit ist auch die Verkettung p ◊ q gerade.
Analog kann man herleiten: Die Verkettung einer geraden und einer ungeraden Permutation erzeugt immer eine ungerade Permutation. Damit führt die Annahme, eine Permutation p sei gerade und p-1 sei ungerade wegen p ◊ p-1 = id zum Widerspruch.
Siehe auch: Gruppentheorie, Symmetrische Gruppe
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