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Bund, mit der Bedeutung eines heiligen Verbündnisses, Vertrages oder Eides, ist ein üblicherweise gebräuchliches Wort um den hebräischen Begriff berit (ברית) der Bibel zu übersetzen. Von daher ist der Begriff Bund in allen drei abrahamitischen Religionen wichtig. Das entsprechende Wort der christlichen Tradition, das über die griechischen Bibel, die Septuaginta, in das christliche Neuen Testament gelangt ist, lautet diatheke (griechisch für Testament)[1].
In der Biblischen Theologie deckt der Begriff Bund jedes heilige Bündnis, heiligen Vertrag oder Eid zwischen Gott und Israel ab. Ähnlich kann es für den "neuen Bund" zwischen Gott und den Heidenchristen beschrieben werden, der durch Jesus Christus als Erfüllung der Verheißungen an die Völker neben Israel im Tanach gesehen wird und der neben den als "alt" bezeichneten älteren Bund mit Israel tritt. Typischerweise benutzen Christen den Begriff "Alter Bund", wenn sie von Bündnissen Gottes mit Menschen ihres Alten Testaments sprechen.
Der Bund Gottes mit den Israeliten und den Juden ist grundlegend für die Tora, in Folge dessen für den gesamten Tanach.
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Bei der Übersetzung ist zu beachten, dass die in den meisten Bibelübersetzungen gebräuchliche Wiedergabe von ברית berît (hebr.) mit »Bund« nach heutiger Empfindung den Inhalt des Wortes berît, »Verpflichtung«, etwas verschiebt.
Der Begriff »Bund«, der einer der grundlegendsten des Alten Testamentes ist, lässt sich theologisch schon mit Noach (Noachbund) behandeln:
Exponiert wird der Bund aber erstmals im Zusammenhang mit Verheissung und Erwählung der Stammväter genannt (Abrahamsbund oder Väterbund). Gott schloss mit Abraham einen Bund: »Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa geführt hat, ich gebe dir das Land zu Besitz. Deine Nachkommen sollen wie die Sterne am Himmel sein«. Als Zeichen des Bundes wurde die Beschneidung alles Männlichen eingesetzt. (Gen 15; 17) Er wird in der Tradition zum bedeutendsten Bundesschluss, da mit ihm die besondere Erwählung des Volkes Israel begründet wird. Darin wird auch laut Bibel Israels Bedeutung für das Heil der anderen Völker begründet.
In seinen Kontext gehört der mittlerweile zurückgedrängte Amphiktyonie-Gedanke ebenso, wie die lokalen Bundesgottheiten (auch: Baale), vor allem von Sichem (vgl. Ri 8,33; 9,4.46). In Exodus findet dieser Bund dann seine (Wieder-) Aufnahme, Bestätigung und Erneuerung als Gottes Bund mit Israel und wird mit der Gabe der Torah verbunden:
Ab nun - es folgt der (nicht immer isoliert betrachtete) Sinaibund (Exodus 24) und der Davidsbund - sind auch die Termini der (Bundes-) Treue (vgl. Deuteronomium 7,9 u.a.) und der Gerechtigkeit Gottes wie des Heilsplanes und des mosaischen Dekaloges zu diskutieren.
Eine angebliche nomistische Struktur des Bundesgedankens wurde dann im Christentum mal als im Neuen Testament in der Liebe aufgehobenes Heilshindernis, dann wieder (vor allem in der Bundestheologie der Reformatoren und der Föderaltheologie des 18. Jahrhunderts) als auch inwendig notwendiger Teil eines Heilsvollzuges gesehen.
Im Neuen Testament der Bibel wurde nach christlichem Verständnis der Bund erneuert, den Gott mit den Menschen im Alten Testament geschlossen hatte.
Je nach theologischem Verständnis wird dieser Bund wegen seiner Einsetzung an Gründonnerstag auch als neuer Bund, oder zweiter Bund bezeichnet, wenn man den Bund mit dem Volk Israel als ersten oder alten Bund ansieht. Wer sich hingegen auf die Verheißung an Abrahm beruft, dass in ihm alle Völker gesegnet werden sollen, bezeichnet den neutestamentlichen Bund in logischer Fortsetzung dieser Verheißung als ersten oder alten Bund und den Bund Gottes mit dem Volk Israel als zweiten oder neuen Bund.
Jesus Christus schloss mit den Jüngern diesen neuen Bund:
Die Zeichen dieses Bundes sind das Brot und der Wein. Die Feier der Eucharistie oder des Abendmahls erinnern an diesen Bund.
Bünde, die u.a. (in gewissem Sinn bereits mit Adam) mit Noah, Abraham und Moses geschlossen werden, stellen religionshistorisch Schismen dar, in deren Abfolge sich die Religion des AT verändert und bis zum Endstadium entwickelt. Dabei wird retrospektiv einem einzigen und ewigen Gott (den es zunächst aber nicht gab) ein mehrfacher Sinneswandel unterstellt, der natürlich von den Reformern ausging.
Auch ist trotz aller Kodifizierung das Bundesverhältnis kein symmetrisches, bei dem von gleichberechtigten Partnern ausgegangen werden kann, so dass »Bund« hier und da mit »Erwählung« synonym Verwendung findet. In der Regel wird aber dennoch zwischen der Außenseite, auf der die Erwählung das Volk Israel zum »erwählten Volk« in exponierter Sonderstellung macht, und der Innenseite, die die Verpflichtung gegenüber Gott beinhaltet (nach Hermisson der »Bund« im engeren Sinn), unterschieden.