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Algol (Stern)

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Stern
Algol (β Persei)
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Beobachtungsdaten
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Sternbild Perseus
Rektaszension 03h 08m 10,1s
Deklination +40° 57′ 20″
Scheinbare Helligkeit +2,12 mag
Typisierung
Spektralklasse B8 V
K2 IV
A5 V
U-B Farbindex -0,37 
B-V Farbindex -0,05 
Veränderlicher Sterntyp EA
Astrometrie
Radialgeschwindigkeit (+4,0 ± 0,9) km/s
Parallaxe (35,14 ± 0,90) mas
Entfernung  (93 ± 2) Lj
((28,5 ± 0,7) pc)
Visuelle Absolute Helligkeit Mvis -0,15 mag
Eigenbewegung 
Rek.-Anteil: +2,39 mas/a
Dekl.-Anteil: -1,44 mas/a
Physikalische Eigenschaften
Masse 3,59
0,79
1,67 M
Radius 2,3
3,0
0,9 R
Leuchtkraft 98
3,4
4,1 L
Oberflächentemperatur 12 000
4 500
8 500 K
Alter < 300 Mio. a
Andere Bezeichnungen
und Katalogeinträge
Bayer-Bezeichnung β Persei
Flamsteed-Bezeichnung 26 Persei
Bonner Durchmusterung BD +40° 673
Bright-Star-Katalog HR 936
Henry-Draper-Katalog HD 19356
SAO-Katalog SAO 38592[1]
Tycho-Katalog TYC 2851-2168-1[2]
Hipparcos-Katalog HIP 14576
Weitere Bezeichnungen GJ 9110, ADS 2362, WDS 03082+4057

Algol (arabischالغول‎ al-ġūl, „der Dämon“), auch bekannt als β Persei, ist ein veränderlicher Stern und der zweithellste Stern im Sternbild des Perseus. Er befindet sich in einer Entfernung von circa 93 Lichtjahren.

Die scheinbare Helligkeit des Sterns wechselt über einen Zeitraum von 2 Tagen, 20 Stunden, 48 Minuten und 56 Sekunden zwischen 2,3 und 3,5 mag.

Es handelt sich um ein Dreisternsystem. Ein hellerer bläulicher Stern (Spektralklasse B8) mit der einhundertfachen Helligkeit unserer Sonne und ein weniger leuchtstarker rötlich-gelber Stern (Spektralklasse K2) umkreisen einander im Abstand von 0,062 AE. Um dieses Doppelsternsystem kreist im mittleren Abstand von 2,69 AE ein dritter Stern mit einer Umlaufzeit von 681 Tagen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bedeckungsveränderlicher Stern

Animation eines bedeckungsveränderlichen Doppelsterns mit resultierender Lichtkurve.[1][2]

Der Wechsel in der scheinbaren Helligkeit kommt zustande, wenn der größere aber dunklere Stern aus Sicht der Erde vor dem hellen bläulichen Stern vorbeizieht und diesen dabei verdeckt. Zwischen zwei Helligkeitsminima gibt es noch einmal eine leichte Helligkeitsschwankung, wenn der hellere Stern den dunkleren teilweise verdeckt. Nach den Charakteristika der Lichtkurve von Algol sind die Algolsterne benannt, eine Klasse von Bedeckungsveränderlichen.

Die Helligkeitsänderungen wurden 1669 von Geminiano Montanari entdeckt, die Periode von John Goodricke im Jahr 1783 bestimmt. Dieser interpretierte die Helligkeitsschwankungen – richtig – als Bedeckung des Hauptsterns durch einen Begleiter. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bereits den griechischen und arabischen Astronomen der mit dem bloßen Auge zu erkennende Lichtwechsel aufgefallen war.

[Bearbeiten] Namensgebung

Der Name Algol ist eine Verkürzung des ursprünglichen arabischen Namens ‏»رأس الغول«‎ raʾs al-ġūl, „Kopf des Dämons“. Er wird seit dem 10. Jahrhundert benutzt und ist einer der ältesten arabischen Sternnamen in der westlichen Welt. Zuvor nannte man diesen Stern Ptolemäus Gorgonea Prima (lateinisch für „erster [Stern] der Gorgo“) nach einer griechischen Sage, in der Perseus das abgeschlagene Haupt der Medusa (eine der drei Gorgonen) in Händen hält. In der Astrologie gilt Algol seit jeher als Unheilsgestirn.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

  1. D. Gossman, Light Curves and Their Secrets, Sky & Telescope (October 1989, p.410)
  2. Eclipsing Binary Simulation, Cornell Astronomy

[Bearbeiten] Siehe auch

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