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Albert Bandura

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Dieser Artikel behandelt den Psychologen Albert Bandura. Für das ukrainische Instrument siehe Bandura (Instrument).

Albert Bandura (* 4. Dezember 1925 in Mundare, Alberta, Kanada) ist ein kanadischer Psychologe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Albert Bandura erhielt 1949 seinen Bachelor für Psychologie an der University of British Columbia in Kanada. Anschließend ging er an die University of Iowa, wo er 1952 seinen Doktortitel (Ph.D.) in Psychologie machte. 1974 war er Präsident der American Psychological Association.

1952 heiratete Bandura Virginia Varns, mit der er zwei Töchter hat: Mary (1954) und Carol (1958).

[Bearbeiten] Werk

Während seiner Zeit an der University of Iowa wurde Bandura durch Kenneth Spence, einen bekannten Lerntheoretiker und Anhänger von Hull, beeinflusst, trotzdem galt Banduras Hauptinteresse weiter der Klinischen Psychologie.

Sein Interesse für die Lernpsychologie wurde durch das Buch "Social Learning and Imitation" von Miller und Dollard[1](1941) geweckt. Diese nutzten die behavioristische Lerntheorie als Basis, um das Phänomen des sozialen Lernens und Imitierens zu erklären. Ihre Annahmen zu diesem Thema dominierten die psychologische Literatur nahezu zwei Jahrzehnte. Erst in den frühen 1960er Jahren begann Bandura mit einer Reihe von Artikeln und Büchern diese Erklärungen zu verändern, indem er von einem Lernen durch Beobachtung sprach.

Zusammen mit seinem Kollegen Richard Walters erschien 1959 sein erstes Buch mit dem Titel Adolescent Aggressions. Er setzte in der Aggressionsforschung die entscheidende Rolle des sozialen Lernens von aggressivem Verhalten neben Trieb und Frustration als dessen Auslösern durch.

Seine wohl bekannteste Studie ist die 1963 durchgeführte Bobo doll study, die zur Entwicklung der Theorie des Lernens am Modell (auch: Beobachtungslernen) führte.

[Bearbeiten] Erfolge und Auszeichnungen

Bandura, der seit den 50er Jahren an der Stanford University arbeitet, gilt als führender Psychologe unserer Zeit. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen für seine Arbeit und ist Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften. 1974 wurde er zum Präsidenten der American Psychological Association ernannt. 1990 wurde ihm von der Freien Universität Berlin die Ehrendoktorwürde verliehen, da er "...das Verständnis bedeutungsvoller Lernvorgänge, emotionaler Prozesse und menschlicher Verhaltensänderungen entscheidend verbessert (hat)." 2004 erhielt er die Auszeichnung „Outstanding Lifetime Contribution to Psychology“ der American Psychology Association sowie eine Honorarprofessur der Universität von Athen. Anfang 2008 wurde ihm der Grawemeyer Award in Psychologie verliehen.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. N. E. Miller/J. Dollard: Social Learning and Imitation. Yale University Press, New Haven 1941
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