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Albert von Sachsen (* 23. April 1828 in Dresden; † 19. Juni 1902 in Sibyllenort) aus dem Haus der albertinischen Wettiner war von 1873 bis 1902 König von Sachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Friedrich August Albert Anton Ferdinand Joseph Karl Maria Baptist Nepomuk Wilhelm Xaver Georg Fidelis war der Sohn von Johann von Sachsen und dessen Frau Amalie Auguste von Bayern. Militärisch in allen Waffengattungen ausgebildet, nahm er am Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848 bis 1851 gegen Dänemark teil. Er führte im Deutschen Krieg 1866 die sächsischen Truppen gegen Preußen an. Nach der Niederlage von Königgrätz trat Sachsen schließlich dem Norddeutschen Bund und 1871 dem deutschen Kaiserreich preußischer Prägung bei. Als Kronprinz übernahm Albert mit dem Friedensschluss 1866 das Kommando über das XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 gehörte das Korps zunächst zur 2. Armee und zeichnete sich am 16/18. August 1870 in der Schlacht bei Gravelotte („Bataille de Saint-Privat“) aus. Am 19. August 1870 erfolgte die Bildung der Maasarmee (4. Armee), deren Kommando Albert übernahm. Am 30. August 1870 war er im Gefecht von Beaumont siegreich. Die neu gebildeten Maasarmee schlug gemeinsam mit der 3. Armee die französische Armee Patrice de Mac-Mahons, bei der sich auch Kaiser Napoléon III. befand, am 1. September 1870 in der Schlacht von Sedan. Mit der Kapitulation der französischen Truppen und der Gefangennahme des französischen Kaisers am 2. September war diese Schlacht vorentscheidend für den Ausgang des Krieges. Albert wurde 1871 Generalinspekteur der I. Armee-Inspektion und der erste nichtpreußische Generalfeldmarschall des Deutschen Reiches.
1873 wurde Albert König von Sachsen. Er führte die Einordnung Sachsens in das von Preußen geführte Deutsche Reich fort.
1877 weihte er eine Dresdner Vorstadt ein, die Albertstadt. Sie war damals größte zusammenhängende Kasernenanlage Deutschlands. Neben der ehemaligen Garnisonsvorstadt sind noch weitere Bauwerke und Plätze nach ihm bis in die Gegenwart benannt, so die Albertbrücke, der Alberthafen, der Albertplatz und das Albertinum. Im Jahre 1879 weihte er den Neubau der Fürstenschule Sankt Afra in Meißen ein.
Da seine Ehe mit Carola von Wasa-Holstein-Gottorp (1833–1907), die er 1853 geheiratet hatte, kinderlos blieb, wurde nach seinem Tod 1902 sein jüngerer Bruder Georg neuer sächsischer König.
| Vorgänger |
König von Sachsen 1873–1902 |
Nachfolger |
H. G. von Arnim-Boitzenburg | F. A. Herzog von Sachsen-Lauenburg | R. von Marzin | E. A. Freiherr von Eberstein | J. R. Freiherr von der Goltz | H. H. Reichsgraf von Flemming | H. A. von Schöning | J. von Chauvet | Heinrich VI. Fürst Reuß-Plauen | A. H. Graf von Steinau | G. B. von Ogilvy | J. H. Reichsgraf von Flemming | C. A. Graf von Wackerbarth | Johann Adolf II. Herzog von Sachsen-Weißenfels | F. A. Graf Rutowski | J. G. von Sachsen | F. H. E. von Anhalt-Dessau | Kronprinz Albert von Sachsen | Kronprinz Georg von Sachsen
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Albert von Sachsen |
| ALTERNATIVNAMEN | Friedrich August Albert Anton Ferdinand Joseph Karl Maria Baptist Nepomuk Wilhelm Xaver Georg Fidelis von Wettin |
| KURZBESCHREIBUNG | König von Sachsen |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1828 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 19. Juni 1902 |
| STERBEORT | Sibyllenort |