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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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49.228.0322222222222165
Koordinaten: 49° 13′ N, 8° 2′ O
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südliche Weinstraße | |
| Verbandsgemeinde: | Annweiler am Trifels | |
| Höhe: | 165 m ü. NN | |
| Fläche: | 10,85 km² | |
| Einwohner: |
1.953 (31. Dez. 2008)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 180 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 76857 | |
| Vorwahl: | 06345 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SÜW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 37 001 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Messplatz 1 76855 Annweiler am Trifels |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Ernst Spieß (SPD) | |
| Lage der Gemeinde Albersweiler im Landkreis Südliche Weinstraße | ||
Albersweiler ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels an.
Inhaltsverzeichnis |
Albersweiler liegt auf etwa 170 m ü. NN in einer Senke des Queichtals zwischen der Haardt und dem Wasgau. Der Ort hat eine Ausdehnung von etwa 1,3 Kilometer in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung. Die Gemeindefläche beträgt 10,85 km².
Südwestlich des Ortes liegt das Naturschutzgebiet Kirchberg, nördlich des Hauptortes das kleinere Naturschutzgebiet Schöb. Östlich des Ortes befindet sich die Weinlage Albersweiler Latt. Südlich des Naturschutzgebiets Kirchberg liegt eine 418 Meter hohe Erhebung.
Am Westausgang des Ortes befindet sich ein Granitsteinbruch, der im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Albersweiler Arbeitsplätze war.
Folgende Orte sind Nachbargemeinden von Albersweiler. In Klammern ist die jeweilige ungefähre Entfernung von Albersweiler angegeben. Die nächste größere Stadt ist Annweiler am Trifels mit knapp 7.000 Einwohnern in etwa vier Kilometern Entfernung.
| Eußerthal (4,5 km) | Frankweiler (2 km) | |
| Queichhambach (2,5 km) | Geilweilerhof (1 km) | |
| Birkweiler (1,5 km) | Siebeldingen (2 km) |
Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort Albersweiler sowie dem Ortsteil St. Johann.
Die Gemeinde wurde 1065 erstmalig urkundlich erwähnt. Samuel, Abt des im Elsass gelegenen Klosters Weißenburg, vermachte damals den Altären des Erlösers und der Muttergottes mehrere mit eigenem Geld erkaufte Knechtshöfe. Einer dieser Höfe lag in Adelbresddeswilare bzw. Albrahteswilre.
Das Kloster Weissenburg verlor im Lauf des Hochmittelalters fast seinen gesamten Grundbesitz, und so wechselte auch Albersweiler den Besitzer. Im Jahr 985 eignete sich Herzog Otto I. im Rahmen des salischen Kirchenraubs auch den Weißenburger Besitz in Albersweiler und 67 weiteren Orten an. Von den Saliern kam der Ort später an die Staufer und nach dem Aussterben der staufischen Dynastie meldeten verschiedene Adlige und Klöster Rechte und Besitz in der Gemeinde an. Die Stadt Annweiler hatte seit 1219 den Südteil von Albersweiler inne, wurde aber durch die Stadt Landau nach und nach aus diesen Rechten verdrängt. Landau, seit 1274 Reichsstadt und in Konkurrenz zu Annweiler, konnte nach 1300 in Albersweiler den Steinbruch nutzen, aber auch den Schultheisen und das Dorfgericht einsetzen. Albersweiler war zu einem „Stadtdorf“ von Landau geworden.
Im 15. Jahrhundert bildeten sich klarere Verhältnisse aus: Der Südteil des Dorfes, das seit 1219 quasi zu Annweiler gehört hatte, fiel durch eine Verpfändung im Jahre 1330 an die Kurpfalz, 1410 durch eine Erbteilung an des neu entstandene Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Der nördliche Teil des Dorfes mit dem heutigen Ortsteil St. Johann gelangte an das Geschlecht von Scharfenberg, nach der Aussterben an das Haus von Löwenstein-Scharfeneck. Damit gehörte Albersweiler also zwei verschiedenen Herrschaften und die Hauptstraße des Dorfes bildete eine Staatsgrenze.
Während der Reformationszeit kam die konfessionelle Grenze hinzu, denn die jeweiligen Landesherren bestimmten die Religion ihrer Untertanen, und ein Wechsel der Konfession im Herrscherhaus verlangte diesen auch vom Volk. Im Dreißigjährigen Krieg brannten die katholischen Truppen 1622 den protestantischen Südteil des Dorfes nieder. Der Nordteil, der von einem katholischen Zweig der Familie von Löwenstein-Scharfeneck übernommen worden war, wurde zwölf Jahre später von den Schweden zerstört, die auf Seiten der Protestanten kämpften. 1645 war der zweibrückische Teil fast vollständig entvölkert, 1651 hören wir über den Nordteil, dass er „gantz öd und wüst“ war.
Nach dem Westfälischen Frieden stieg die Bevölkerungszahl, auch bedingt durch mehrere Pestepidemien nur langsam an und erst nach dem Spanischen Erbfolgekrieg, der für die Albersweiler vor allem Kontributionen und Einquartieren bedeutete, konnte die Ortschaft wieder wachsen. 1736 entstand die lutherische Kirche und 1764 wurde der Grundstein zum Amtshaus in St. Johann gelegt, einem Rokokoschlösschen, das heute der BASF Ludwigshafen als Studienhaus dient.
Nach der französischen Revolution besetzten die Franzosen 1794 das gesamte linksrheinische Gebiet und für Albersweiler bedeutete dies die Einführung der Errungenschaften der Revolution und die Aufhebung der alten Ordnung. Albersweiler wurde zur selbständigen Commune innerhalb des Arrondissements Zweibrücken im französischen Departement Donnersberg (Mont-Tonnerre). Nach dem Wiener Kongress fiel die Pfalz von Frankreich an Bayern und Albersweiler gehörte nun zum Kanton Annweiler im Bezirksamt Bergzabern – und dies sollte bis zum Ende der bayerischen Zeit im Jahre 1946 so bleiben.
Das Dorf zeigte sich im 19. Jahrhundert als Bauerndorf, das vornehmlich geprägt war durch den Weinbau. 1843/45 wurde die katholische Pfarrkirche St. Stephan erbaut, 1846 die protestantische Bergkirche. Beide Kirchen wurden von dem bekannten bayerischen Architekten August von Voit geplant. 1865 errichtete sich die jüdische Gemeinde eine Synagoge, die 1938 zerstört wurde. 1832 erbauten die Bürger ein katholisches Schulhaus, im selben Jahr wurde auch das protestantische Schulhaus bezogen.
Gegen Ende des 19. Jh. wuchs Albersweiler zum Industriestandort und es siedelten sich eine Zündholzfabrik, eine Porzellanfabrik, eine „Schwefelküche“, eine Handschuhfabrik und eine Schuhfabrik an. Die Absatzmöglichkeiten der Betriebe vor Ort wurde durch die 1875 eröffnete Bahnlinie Landau-Zweibrücken verbessert. 1910 wurde eine Wasserleitung verlegt, 1925 war die Installation des örtlichen Stromnetzes abgeschlossen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ortskern wegen der Stationierung eines Eisenbahngeschützes im Eisenbahntunnel unterhalb der Bergkirche von alliierten Flugzeuge mehrfach bombardiert. In den Nachkriegsjahren wurden die Schäden behoben, 1954/55 baute die Gemeinde ein Kanalsystem und durch Ausweisung von Neubaugebieten konnten Neubürger gewonnen werden. 1978 konnte der kommunale Kindergarten eingeweiht werden, 1984 wurde durch die Einweihung der Umgehungsstraße die zuletzt sehr starke Verkehrsbelastung aus dem Ort genommen. Albersweiler gehört seit 1969 zum Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde.
2007 waren 47,8 Prozent der Einwohner katholisch und 36,3 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[2]
Der Gemeinderat in Albersweiler besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.
Sitzverteilung im gewählten Gemeinderat:[3]
| SPD | CDU | LFW | Gesamt | |
| 2009 | 7 | 7 | 2 | 16 Sitze |
| 2004 | 8 | 7 | 1 | 16 Sitze |
Ernst Spieß (SPD) ist Bürgermeister von Albersweiler.
Die Blasonierung des Wappens lautet: In geteiltem Schild oben in Schwarz ein wachsender linksgewendeter rotbewehrter und -bezungter goldener Löwe, unten von Silber und Blau gerautet.
Es wurde 1937 genehmigt und geht zurück auf ein Siegel aus dem Jahr 1531.[4]
Die Queichtalbahn (Landau in der Pfalz–Pirmasens) schließt Albersweiler an das Schienennetz an. Zwischen 1687 und 1975 verlief der ursprünglich schiffbare Albersweilerer Kanal zwischen Albersweiler und Landau. Südlich von Albersweiler verläuft die Bundesstraße 10 Richtung Landau in der Pfalz und Annweiler am Trifels.
Hamm, Karl (1968). Albersweiler. Beiträge zur tausendjährigen Geschichte eines pfälzischen Dorfes. Frankenthal/Pfalz: Meißner.
Albersweiler | Altdorf | Annweiler am Trifels | Bad Bergzabern | Barbelroth | Billigheim-Ingenheim | Birkenhördt | Birkweiler | Böbingen | Böchingen | Böllenborn | Bornheim | Burrweiler | Dernbach | Dierbach | Dörrenbach | Edenkoben | Edesheim | Eschbach | Essingen | Eußerthal | Flemlingen | Frankweiler | Freimersheim (Pfalz) | Gleisweiler | Gleiszellen-Gleishorbach | Göcklingen | Gommersheim | Gossersweiler-Stein | Großfischlingen | Hainfeld | Hergersweiler | Herxheim bei Landau/Pfalz | Herxheimweyher | Heuchelheim-Klingen | Hochstadt (Pfalz) | Ilbesheim bei Landau in der Pfalz | Impflingen | Insheim | Kapellen-Drusweiler | Kapsweyer | Kirrweiler (Pfalz) | Kleinfischlingen | Klingenmünster | Knöringen | Leinsweiler | Maikammer | Münchweiler am Klingbach | Niederhorbach | Niederotterbach | Oberhausen | Oberotterbach | Oberschlettenbach | Offenbach an der Queich | Pleisweiler-Oberhofen | Ramberg | Ranschbach | Rhodt unter Rietburg | Rinnthal | Rohrbach | Roschbach | Sankt Martin | Schweigen-Rechtenbach | Schweighofen | Siebeldingen | Silz | Steinfeld | Venningen | Völkersweiler | Vorderweidenthal | Waldhambach | Waldrohrbach | Walsheim | Wernersberg | Weyher in der Pfalz