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Mit Albanischer Riviera (albanisch: Riviera shqiptare) wird ein steiler Küstenabschnit im Südwesten Albaniens bezeichnet. Die Riviera liegt am Ionischen Meer nördlich von Saranda und endet am Llogara-Pass (1050 müA) südlich von Vlora, wo die Adria beginnt. Bis zum Ort Borsh gehört das Gebiet zum Kreis Saranda, nördlich ab Qeparo zum Kreis Vlora. Von den Albanern wird die Riviera oft einfach auch als Bregu, die Küste, bezeichnet. Das Ceraunische Gebirge trennt die Riviera vom Hinterland.
Das Gebiet liegt sehr abgelegen und ist nur auf schmalen, kurvenreichen Straßen zu erreichen. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Albanien wurde die Riviera stark entvölkert. Insbesondere die jungen und die griechischstämmigen Bewohner suchten Arbeit in Griechenland, wie das Karl Kaser, Robert Pichler und Stephanie Schwandner-Sievers beispielhaft für den Ort Fterra dokumentiert haben. In manchen Dörfern leben nurmehr alte Leute.
Um das Jahr 2000 begann die Region sich allmählich touristisch zu entwickeln. Es entstanden diverse Hotels, Ferienwohnungen und Restaurants. Das grösste und luxuriöseste Hotel ist das Rapos Resort Hotel in Himara. Auch die Straße über den Llogara-Pass wurde erneuert. Die meisten Touristen sind Albaner aus den großen Zentren des Landes sowie Emigranten auf Heimaturlaub. Vermehrt kommen jetzt auch Mazedonier und Serben in diese Region. Außerhalb des Hauptorts Himara und dem Dorf Dhërmi ist die Landschaft jedoch noch überwiegend unberührt. Das französische Reiseunternehmen Club Méditerranée plant bei Shën Vasil als erster westlicher Investor den Bau einer Hotelanlage. Mit den Bauarbeiten wurde im Juni 2008 begonnen.