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Alašija war in der späten Bronzezeit der babylonische Name für Zypern oder ein Königreich auf Zypern.
In den Keilschrifttexten wird Alašija meist mit dem Determinativ KUR, also Land, geschrieben, manchmal taucht aber auch URU (Stadt) auf. Es kann sich also um eine Stadt, eine Konföderation von Städten oder um die Bezeichnung von ganz Zypern handeln, die meisten Forscher bevorzugen letztere Deutung. Unter einem ähnlichen Namen erscheint Zypern auch in ägyptischen Ortsnamenlisten des Neuen Reiches.
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Die genaue Lage von Alašija und seiner Hauptstadt ist umstritten bzw. noch ungeklärt. Bislang wurde sie meist mit Enkomi gleichgesetzt. Einige Forscher (H. R. Hall, R. S. Merrilees) wollen es auch in Kilikien oder Nordsyrien (Wainright) oder Karkemisch lokalisieren. Der Ton einiger Alašija-Briefe (EA 33, 34, 37, 38, RS L.1, RS 20.18) wurde mit petrographischen und chemischen Analysen untersucht, die eingeschlossenen Foraminiferen identifiziert und mit Tontafeln und Scherben von bekannten Fundorten verglichen. Ophiolithreste sprechen für eine Herkunft des Tons aus der Moni-Formation am südöstlichen Rand des Tróodos-Gebirges. Goren u.a. halten Kalavasos-Ayios Dhimitrios im Vasiliskos-Tal oder Alassa (Palaiotaverna) im Südwesten für die wahrscheinlichsten Herkunftsorte der Tafeln. In der Nähe von Kalavassos liegen reiche Kupfervorkommen, was diese Lokalisierung stützt.
Die ersten Erwähnungen von Alašija finden sich in syrischen und babylonischen Texten des späten 19. Jahrhundert v. Chr. Hethitische Texte wie die Anklage des Madduwatta vom Ende des 15. Jahrhundert berichten von räuberischen Überfällen aus Kilikien auf Alašija. Auch die Lukka plünderten die Küste von Alašija und nahmen Geiseln, was Anlass zu Beschwerden des Königs bei dem hethitischen Großkönig gab, was wiederum dafür spricht, dass Alašija zum hethitischen Einflussgebiet gehörte.
In den Briefen aus dem Amarna-Archiv nennt der König von Alašija den Pharao „Bruder“, was anzeigt, dass er sich als gleichgestellt betrachtete. Er berichtet, sein Land liege unter der Hand des Nergal, was die Kupferproduktion beeinträchtige („...sie hat alle Männer meines Landes getötet, kein einziger Kupferschmelzer ist übrig...“). Das deutet auf eine Seuche hin, der vielleicht auch der Sohn des Königs zum Opfer fiel.
Wie Tontafeln aus Ugarit und Amarna (EA 33-40) belegen, hatte das Königreich von Alašija im 14. und 13. Jahrhundert (Late Cypriot LC IIB-LC C) lebhafte Handelskontakte mit Syrien und Ägypten. Die Briefe stammen von den Königen von Alašija, ein Brief von dem Präfekten von Alašija. Alašija exportierte vor allem Kupfer und Holz, die gegen Silber und "süßes Öl" eingetauscht wurden (EA 35). Zu Ugarit bestanden freundschaftliche Beziehungen, kurz vor dem Fall von Ugarit sandte Eschuwara, der Präfekt von Alašija einen Brief an den König von Ugarit, in dem er diesen vor feindlichen Schiffen warnte, die kurz in Alašija angelandet und dann weitergezogen waren (RS 20.18).