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Alanus ab Insulis (auch Alain de Lille, Alanis ab Insulis oder Alanus de Insulis) (* um 1120 in Lille, Frankreich, (flämisch Rijsel); † 1202 in Cîteaux, Frankreich) war ein französischer Scholastiker, Dichter und Zisterziensermönch und gilt als Heiliger. Sein Festtag ist der 30. Januar.
Alanus lehrte in Paris und in Südfrankreich. Er war von enzyklopädischer Gelehrsamkeit, was ihm den Beinamen Doctor universalis einbrachte. Er verfasste eine Sprichwörtersammlung in Versen – sog. die Parabolae – sowie verschiedene theologische Werke über die katholische Lehre, über die Ketzer, eine Anleitung für die Predigt, sowie ein alphabetisch geordnetes Bibellexikon für eine allegorische Auslegung der Bibel. Er erstellte ein nach mathematisch-axiomatischen Methoden aufgebautes deduktives System der Theologie.
Sein Hauptwerk ist der Anticlaudian, das in allegorischer Darstellung einen Überblick über das gesamte damals bekannte Wissen gibt. Der Titel spielt auf das Werk In Rufinum des spätantiken Dichters Claudius Claudianus an. Im Buch des Claudian kommen zu Beginn alle menschlichen Laster zusammen, um das Scheusal Rufinus zu erschaffen. Im Anticlaudian kommen alle Tugenden zusammen, um den göttlichen Menschen (divinus homo) als Bewohner der Erde zu erschaffen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alanus ab Insulis |
| ALTERNATIVNAMEN | Alan de Lille; Alain de Lille; Alanus de Insulis |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Zisterziensermönch und Autor |
| GEBURTSDATUM | um 1120 |
| GEBURTSORT | Lille, Frankreich, (flämisch Rijsel) |
| STERBEDATUM | 1202 |
| STERBEORT | Cîteaux, Frankreich |