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Al-Lat

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al-Lāt (arabisch اللات‎, DMG al-Lāt, „(die) Göttin“) ist eine vorislamische Göttin der Araber und bereits von Herodot (I,131) bezeugt. Ihr Sitz wurde in einem viereckigen, weißen Stein angenommen und bei Wallfahrten wurden ihr Weihgeschenke und Schlachtopfer dargebracht. Idole der al-Lāt wurden auch in Schlachten, speziell von den Mekkanern, mitgeführt. al-Lāt wird im Koran, Sure 53, Ayat 19 bis 23 und 27, 28 neben al-Uzza und al-Manat erwähnt:

(19) Habt ihr Lat und Uzza gesehen,
(20) und auch Manat, diese andere, die dritte?
(21) Ist denn für Euch das, was männlich ist, und für Ihn das, was weiblich ist, bestimmt?
(22) Das wäre dann eine ungerechte Verteilung.
(...) Jene sind nur leere Namen, welche ihr und eure Väter für die Götzen ausdachtet, wozu Allah keine Erlaubnis gegeben hat.

Eine (größtenteils mit schwachen Überlieferungsketten ausgestattete) Überlieferung behauptet, zunächst habe es wegen einer Art teuflischen Einflüsterung während des Vortrags des Propheten vorübergehend geheißen:

(19) Habt ihr Lat und Uzza gesehen,
(20) und auch Manat, diese andere, die dritte?
(21) Das sind die erhaben Kraniche.
(22) Auf ihre Fürbitte darf man hoffen[1]

Nach Wellhausen waren mit ihr zusammengesetzte Personennamen sehr häufig im palmyrischen Gebiet anzutreffen, so z. B. beim Sohn des Odaenathus und der Zenobia, der den Namen Vahballāt trug. Auch gibt es durch Namensvergleich Hinweise, nach denen in späterer (noch vorislamischer) Zeit der Name al-Lāt in Allah aufgegangen ist.

Im Gegensatz zur Theorie des Aufgehens steht die zeitgenössische Diskussion in der Frühzeit des Islam, ob al-Lāt nicht stattdessen eine der Töchter Allahs sei, was dem Monotheismus des Islam widerspricht. Die Schreibweise der beiden Namen ist vom Prinzip her recht ähnlich, kann aber einfach unterschieden werden, das al-lât mit einem normalem , nicht mit dem ta marbûtah geschrieben wird.

Auch werden Al-Lat, Al-Uzza und Manat als 3 verschieden Aspekte einer einzigen Göttin gedeutet. Der "Schwarze Stein" in der Kaaba soll ein Symbol dieser Göttin darstellen. So werden die 7 Priester in Mekka auch als "Beni Shaybah" (die Söhne der alten Frau) bezeichnet. Das siebenmalige Umschreiten der Kaaba steht in Verbindung mit der babylonischen Göttin Ischtar welche durch die 7 Tore der Unterwelt reiste um zu ihrer Schwester Ereshkigal, auch Allatu genannt, zu gelangen. Allatu wird als älterer Name von Al-Lat gedeutet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Tabari, Annalen I, S. 1192–1196 u.a., vgl. Rudi Parets Koranausgabe, Kommentarband, S. 461

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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