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Als Aktivsprache (auch: Aktiv-Stativ-Sprache) bezeichnet man innerhalb der relationalen Typologie einen Sprachtyp, der das Agens (dieses ist „aktiv“) sowohl transitiver als auch intransitiver Sätze stets auf die gleiche Art zum Ausdruck bringt und das Patiens (dieses ist „inaktiv“) in allen Sätzen stets auf eine andere Art bezeichnet, d. h. nach dem Schema:
| Agens | Patiens | |
|---|---|---|
| transitiv | aktiv | inaktiv |
| intransitiv | aktiv | inaktiv |
Sprachen dieses Typs finden sich außerhalb Europas, vor allem in indigenen amerikanischen Sprachen, aber auch in vielen anderen.
Beispiele aus dem Dakota (Sioux-Sprachen):
| Agens | Patiens | |
|---|---|---|
| transitiv | wa-kastaka „ich schlage ihn“ | ma-kastaka „er schlägt mich“ |
| intransitiv | wa-lową „ich singe“ | ma-khuze „ich bin krank“ |
Auch im Deutschen (das eine Akkusativsprache ist) gibt es Konstruktionen, die dem Wesen einer Aktivsprache entsprechen: mich friert (mich ist hier inaktiv) statt intransitiv ich friere, d. h. in Übereinstimmung mit transitiv er schlägt mich, wo mich ebenfalls inaktiv ist.
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