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Akademie für Gesellschaftswissenschaften

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Die Akademie für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED (AfG) wurde am 21. Dezember 1951 als Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED (IfG) gegründet und am 21. Dezember 1976 zur Akademie erklärt. Ihr Sitz war Berlin (Ost). Die AfG war die bedeutendste gesellschaftswissenschaftliche Forschungs- und Ausbildungseinrichtung der SED und die ideologisch-theoretische Leiteinrichtung der SED für die gesamte gesellschaftswissenschaftliche Forschung und Lehre in der DDR. Sie gehörte zum Zuständigkeitsbereich des ZK-Sekretärs für Wissenschaft und war dem Politbüro des ZK der SED unmittelbar rechenschaftspflichtig. Die AfG zählte Anfang der 80er Jahre ca. 700, Ende 1989 ca. 1000 Mitarbeiter und Aspiranten. Im April 1990, nachdem zahlreiche Mitarbeiter die AfG bereits verlassen hatten oder in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden waren, wurde die AfG in eine der PDS nahestehende Stiftung umgewandelt (s. Rosa-Luxemburg-Stiftung).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufgaben

[Bearbeiten] Organisationsstruktur

Die AfG wurde von einem Rektor sowie zwei Prorektoren (für Forschung bzw. für Aus- und Weiterbildung) geleitet. Ihnen unterstanden die Direktorate u. a. für: Kader, Auslandsbeziehungen, Information und Dokumentation (einschl. der umfangreichen wissenschaftlichen Bibliothek sowie – in Zusammenarbeit mit den entsprechenden Abteilungen des ZK – einer Stelle zur Auswertung der Westpresse, des Rundfunks und des Fernsehens). Der Rektor der AfG wurde vom ZK der SED berufen.

Die Institute bildeten die eigentliche wissenschaftliche Grundstruktur der AfG. Es gab Institute für marxistisch-leninistische Philosophie, für politische Ökonomie, für wissenschaftlichen Kommunismus, für Geschichte, für die deutsche und internationale Arbeiterbewegung, für Soziologie, für marxistisch-leninistische Kultur- und Kunstwissenschaften, für Imperialismusforschung.

Die Institute waren ihrerseits in Fachrichtungen untergliedert, in denen die Forschungsgruppen arbeiteten. Letztere waren keine dauerhaften Einrichtungen; ihre Zusammensetzung und Aufgabenstellung variierte in Abhängigkeit von der Forschungsplanung bzw. den aktuellen Aufträgen der Parteiführung. In jedem Institut arbeiteten Professoren, Dozenten, wissenschaftliche Oberassistenten, Assistenten und wissenschaftliche Mitarbeiter. Die Aspiranten waren in die Arbeit der Forschungsgruppen unmittelbar einbezogen.

Von den Wissenschaftlichen Räten (WR), die in der DDR ab 1969 als forschungsleitende und koordinierende Gremien auf Beschluss des Politbüros des ZK der SED (vom 22. Oktober 1968) gebildet wurden, waren der AfG die folgenden zugeordnet: WR für marxistisch-leninistische Philosophie; Rat für wissenschaftlichen Kommunismus; WR für politische Ökonomie des Sozialismus; WR für soziologische Forschung; WR für marxistisch-leninistische Kultur- und Kunstwissenschaften; WR für internationale Arbeiterbewegung (Marxismus-Leninismus).

Mitglieder der AfG waren darüber hinaus auch in anderen Wissenschaftlichen Räten und in weiteren Akademien der DDR vertreten.

[Bearbeiten] Rektorat

Direktoren des IfG

Rektoren der AfG

Weitere Mitglieder des Rektorats

Otto Reinhold sowie die Institutsdirektoren Erich Hahn und Hans Koch waren zugleich Mitglieder des ZK der SED.

[Bearbeiten] Literatur (Quellen)

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