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Akademie der Künste (Berlin)

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Dieser Artikel beschreibt die Akademie der Künste in ihrer heutigen Form; zu der seit 1931 abgeteilten Ausbildungseinrichtung siehe Universität der Künste Berlin.
Vorderansicht Akademie der Künste Berlin, Pariser Platz 4
Akademie der Künste (Mitte) und anliegende Gebäude

Die Akademie der Künste in Berlin ist seit 1. Januar 2004 eine bundesunmittelbare, rechtsfähige Körperschaft, die sich der Förderung der Bildenden Kunst, der Baukunst, der Musik, der Literatur, der Darstellenden Kunst sowie der Film- und Medienkunst widmet. Die Akademie ist eine internationale Gemeinschaft von Personen, die sich um die Künste verdient gemacht oder die zur Kunst ihrer Zeit beigetragen haben. Zu ihrem Präsidenten wählte am 29. April 2006 die Mitgliederversammlung den Heidelberger Graphiker Klaus Staeck.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufgaben

Max Liebermann erföffnet 1922 eine Ausstellung der Akademie,

Die Akademie der Künste hat laut Gesetzestext folgende Aufgaben:

Die Akademie der Künste hat ausschließlich gemeinnützige Zwecke.

[Bearbeiten] Mitglieder

Die Akademie der Künste hat per Gesetz maximal 500 Mitglieder. Diese werden von den Sektionen der Akademie benannt, von der Mitgliederversammlung in geheimer Wahl gewählt und vom Präsidenten berufen.

Vom Senat der Akademie der Künste können zudem Ehrenmitglieder vorgeschlagen werden.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Akademie der Künste in ihrer derzeitigen Form ging am 1. Oktober 1993 hervor aus:

jedoch führt sie ihren Ursprung zurück auf die am 11. Juli 1696 von Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg dem späteren preußischen König Friedrich I. ins Leben gerufene „Academie der Mahler-, Bildhauer- und Architectur-Kunst“ und beruft sich ausdrücklich auf die Tradition dieser von 1704 bis 1790 „Königlich-Preußische Akademie der Künste und mechanischen Wissenschaften“ und von 1790 bis 1809 „Königliche Akademie der bildenden Künste und mechanischen Wissenschaften zu Berlin“ genannten Gelehrtengesellschaft.

Die Institution, in der Folgezeit „Akademie der Künste“ betitelt, wechselte noch mehrmals den Namen von „Königlich Preußische...“ (1809-1882) zu „Königliche...“ (1882) beziehungsweise "Preußische Akademie der Künste" (1926-1945).

[Bearbeiten] Standorte

Gebäude der alten West-Berliner Akademie am Hanseatenweg

Der Hauptsitz der Akademie liegt am Pariser Platz 4 im Ortsteil Mitte im Bezirk Mitte. Er befindet sich in einem 2005 eröffneten Neubau, unmittelbar angrenzend an das Hotel Adlon auf dem Grundstück des ehemaligen Palais Arnim-Boitzenburg, das 1907 für die Königlich-Preußische Akademie der Künste umgebaut worden war. Zuvor residierte sie fünf Jahre lang in der Potsdamer Straße.

Der frühere Hauptsitz der Westberliner Akademie am Hanseatenweg im Ortsteil Hansaviertel im Bezirk Mitte wird weiterhin für Veranstaltungen und Ausstellungen sowie zu Verwaltungszwecken genutzt. Am Robert-Koch-Platz im Ortsteil Mitte befindet sich das Archiv der Akademie der Künste.

[Bearbeiten] Gesetzliche Grundlage

Das notwendige Gesetz zur Errichtung der Akademie ist am 9. Mai 2005 verkündet worden (BGBl. I 2005, S. 1218) und ist mit Wirkung vom 1. Januar 2006 in Kraft gesetzt worden (BGBl. I 2006, S. 571). Die Länder Berlin und Brandenburg haben dabei insofern ein Mitspracherecht bekommen als das Gesetz zur Errichtung der Akademie der Künste erst nach Auflösung der bestehenden, von den beiden Bundesländern getragenen Akademie in Kraft tritt. Zudem stellen beide Länder je einen Vertreter im Verwaltungsbeirat.

Das Land Baden-Württemberg erwägt daher, eine Verfassungsklage gegen den Bund zu erheben. Die Übernahme der Akademie durch den Bund verstoße gegen die Kulturhoheit der Länder.

Die Akademie der Künste führt einen Rechtsstatus mit Selbstverwaltungsrecht.

Der Bund besitzt im Verwaltungsbeirat als Zuschussgeber die Mehrheit der Stimmen.

Der Akademie steht ein Senat vor. Von 1997 bis 2003 war der ungarische Schriftsteller und Essayist György Konrád Präsident der Akademie, bis zum 15. Dezember 2005 war es der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg. Seit 2006 ist der Grafiker und Schriftsteller Klaus Staeck Präsident.

Die Mitgliederversammlung umfasst alle (maximal 500) Mitglieder der Akademie.

[Bearbeiten] Sektionen

Die Akademie gliedert sich in folgende Sektionen mit jeweils eigenem Direktor:

[Bearbeiten] Archiv

Die Akademie verfügt über ein umfangreiches Archiv (Archiv der Akademie) zu Kunst,Kultur und Literatur (vgl. dazu auch Walter Huder). Das Archiv umfasst alle Künste - es entspricht der Mitgliederstruktur der Akademie. Mit seinen umfangreichen Beständen darf das Archiv der Akademie als bedeutendstes interdisziplinäres Archiv zu Kunst und Kultur seit 1900 im deutschen Sprachraum gelten. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, künstlerisch und kulturgeschichtlich wichtige Archive zu erwerben, zu verzeichnen und der Wissenschaft und interessierten Öffentlichkeit bereitzustellen. Auch in Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Konzerten sowie in Publikationen macht das Archiv seine Bestände bekannt und stellt sie für externe Ausstellungen zur Verfügung. Außerdem betreut es die musealen Einrichtungen der Brecht-Weigel- und der Anna-Seghers-Gedenkstätte. Neben den einzelnen Kunstgattungen rücken damit Kunst und Kultur insgesamt als Wechselbeziehung und Dialog der Künste in den Fokus. So kann das Zusammenwirken von Autoren, Darstellenden Künstlern, Komponisten oder bildenden Künstlern in Theater oder Kabarett oder die gemeinsame Arbeit von Schriftstellern und Komponisten beim Opern- und Liedschaffen erfahren werden. Die gewaltsame institutionelle Trennung zwischen Medien-, bildender und performativer Kunst wird ebenso überflüssig wie die von Film- und Theaterarchiven bei Regisseuren und Schauspielern. Der Ansatz entspricht auch der wechselseitigen Durchdringung der Künste im 20. und 21. Jahrhunderts, die das Zentrum der Bestände bilden. Die übergreifenden Sammelschwerpunkte des Archivs verweisen auf Erfahrungsrahmen, die die Künste in ihrer Gesamtheit geprägt haben: das Exil während des Nationalsozialismus, die Situation der Künste in der DDR, Künstler und kulturelles Leben in Deutschland und insbesondere in Berlin seit 1900, aber auch der Austausch zwischen den Künsten in der Akademie selbst.

[Bearbeiten] Preise, Auszeichnungen, Stipendien

Die Akademie vergibt eine Vielzahl von Auszeichnungen und Stipendien:

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Akademie der Künste (Berlin) – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Zur Geschichte

[Bearbeiten] Zum Neubau am Pariser Platz 4

Bilder

Eröffnung

Debatte zur Nutzung des Neubaus

[Bearbeiten] Interna

Koordinaten: 52° 30′ 54" n. Br., 13° 22′ 46" ö. L.

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