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| Aix-en-Provence | ||
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| Region | Provence-Alpes-Côte d’Azur | |
| Département | Bouches-du-Rhône | |
| Arrondissement | Aix-en-Provence | |
| Kanton | Aix-en-Provence-Centre Aix-en-Provence-Nord-Est Aix-en-Provence-Sud-Ouest |
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| Koordinaten | 43° 32′ N, 5° 27′ O43.5313888888895.4538888888889173Koordinaten: 43° 32′ N, 5° 27′ O | |
| Höhe | 173 m | |
| Fläche | 186,08 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Unité urbaine – Bevölkerungsdichte – Unité urbaine |
(2005 ) 141.200 Einwohner 1.349.772 Einwohner 759 Einw./km² 1047 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 13100, 13090 | |
| INSEE-Code | 13001 | |
| Website | http://www.mairie-aixenprovence.fr/ | |
| Cours Mirabeau bei Nacht | ||
Aix-en-Provence [ˌɛksɑ̃pʀɔˈvɑ̃s] ist eine Universitätsstadt im französischen Departement Bouches-du-Rhône in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die Stadt umfasst eine Fläche von 18.608 Hektar. 40.000 der 141.200 Einwohner, die man Aixois nennt, sind Studenten. Als Unterpräfektur des Départements ist Aix, wie die Stadt kurz genannt wird, Hauptstadt des gleichnamigen Arrondissements. Die Stadt verfügt über einen Bahnhof an der TGV-Strecke Paris–Marseille.
Aix ist Sitz eines katholischen Erzbischofs. Bischofskirche ist die Kathedrale Saint-Sauveur (Heiliger Erlöser) (siehe unten). Siehe auch Erzbistum Aix und Liste der Erzbischöfe von Aix.
Inhaltsverzeichnis |
Das in der Nähe des späteren Aix gelegene keltisch-ligurische Oppidum Entremont wurde vom römischen Prokonsul Gaius Sextius Calvinus 123 v. Chr. zerstört. Er gründete die erste römische Stadt auf gallischem Boden, Aquae Sextiae Salluviorum. Aus dieser Namensgebung hat sich die heutige Bezeichnung Aix entwickelt. 102 v. Chr. besiegte der Feldherr Marius die Teutonen dort in einer Schlacht. Aquae Sextiae wurde unter Augustus römische Kolonie.
Unter Diokletian wurde Aquae Sextiae politisches Zentrum der Provinz Narbonensis II und gegen Ende des 4. Jahrhunderts Sitz einer Diözese, die durch die erst 972 vertriebenen Sarazenen immer wieder schweren Zerstörungen ausgesetzt war. Ab 1182 regierten in Aix die provenzalischen Grafen. Der gute König René wählte Aix 1471 zu seiner Altersresidenz. 1480 vermachte Graf Karl von Maine die bis dahin unabhängige Grafschaft der französische Krone. 1501 schuf Ludwig XII. in Aix das Parlament der Provence, welches bis 1789 bestand. Mit dem Aufstieg von Marseille zum regionalen Zentrum verlor Aix seinen politischen Einfluss, der erst ab 1970 mit Hightech-Ansiedlungen an der Universität und der dem Tourismus zuträglichen Altstadtsanierung ausgeglichen werden konnte.
Seit 1948 findet alljährlich im Sommer das Festival d'Aix-en-Provence statt.
Die 1649 angelegte Prachtmeile Cours Mirabeau mit den beiden Brunnen Fontaine de La Rotonde und Fontaine du Roi René an ihren Enden ist berühmt für ihre Einkaufsmöglichkeiten. Südlich davon befindet sich das Mazarin-Viertel mit seinen Palästen für den Adel, zu denen das Hôtel du Chaumont und das Musée Paul Arbaud gehören. In der Altstadt sind die Cathédrale St-Sauveur und der Place de l'Hôtel de Ville zentrale Anlaufpunkte. Die schon bei den Römern bekannten Thermalquellen Les Thermes Sextius befinden sich in einem 1990 komplett umgestalteten Badekomplex.
Aix zählt für die Franzosen zu den Städten mit der höchsten Lebensqualität. Insbesondere der Schwerpunkt für Kunst und Kultur sowie das studentische Angebot an Bars und Diskotheken machen den Reiz der Stadt aus. Berühmt sind auch die Calissons.
Siehe Hauptartikel Kathedrale von Aix-en-Provence
Die Kirche Saint-Jean-de-Malte, erbaut im 13. Jahrhundert über einem älteren Vorgängerbau, ist die älteste gotische Kirche in der Provence und damit eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ihre erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1235 zurück, 15 Jahre vor ihrer Weihe. Das Querhaus ist geringfügig jünger.
Sie war anfänglich die Kirche des auf Malta beheimateten Johanniterordens (daher der Name) und diente als Hospitalkirche. Das zugehörige Krankenhaus befand sich auf dem Gelände des heutigen Musée Granet. Der 67 Meter hohe Glockenturm der Kirche ist der höchste Punkt der Stadt und aus weiter Entfernung sichtbar. Das Innere der Kirche überrascht durch seine Helligkeit, denn das Tageslicht wird durch die sehr hellen Mauern der Kirche noch verstärkt.
Sehenswert sind neben der zeitgenössischen Orgel auch die Fenster und einige Gemälde. Unter Ihnen findet die „Kreuzigung“ von Eugène Delacroix die größte Beachtung.
Seit 1978 beherbergt die Kirche eine Gemeinschaft apostolischer Mönche, die direkt dem Bischof unterstellt sind. Sie dient als Pfarrkirche.