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Aist (Fluss)

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Die Aist wenig unterhalb des Zusammenflusses von Feld- und Waldaist bei Hohensteg

Die Aist (von slawisch Agasta, „treibend“, „rasch“) ist ein Bach- und Flusssystem im östlichen Mühlviertel in Oberösterreich, welches ein Gebiet von 647 km² entwässert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Quellflüsse

In Hohensteg (südlich von Pregarten) vereinigen sich die Feld- und Waldaist zur Aist. Die Aist hat bis zur Mündung in die Donau in der Nähe von Schwertberg eine Länge von 15 Kilometern.

[Bearbeiten] Feldaist

Im Gegensatz zur etwas längeren östlich gelegenen Waldaist (56 km) hat die westlich gelegene Feldaist (52 km) keine Quellflüsse. Sie entspringt in der Nähe der Kirche St. Michael in Oberrauchenöth in einer Seehöhe von 880 Metern, östlich der Bezirkshauptstadt Freistadt.

[Bearbeiten] Waldaist

Die Waldaist wird in Weitersfelden aus der Schwarzen Aist und der Weißen Aist gebildet. Beide Quellflüsse entspringen knapp nebeneinander im Gemeindegebiet von Liebenau in einer Seehöhe von etwa 1.020 Metern, doch während die Weiße Aist in ziemlich geradliniger Richtung nach Süden fließt, sammelt die Schwarze Aist auf ihrem wesentlich längeren Weg, zuerst nord-, dann west-, beziehungsweise südwärts einige Bäche auf, darunter auch die Harbe Aist (bei Harrachstal), die im südlichen Gemeindegebiet von Sandl entspringt, sodass bei der Vereinigung von Weißer und Schwarzer Aist letztere wesentlich mehr Wasser führt und damit den längsten Quellfluss der Aist bildet. Der moorige Charakter des Umlandes der Schwarzen Aist bedingt die typische Braunfärbung des Flusses. Die Weiße Aist hingegen durchfließt kaum Moorgebiete, wodurch die Farbe des Flusses wesentlich heller ist.

Durch das sogenannte „Jahrhunderthochwasser“ wurde im August 2002 das gesamte Aisttal verwüstet.

[Bearbeiten] Etymologie

Aus alten Urkunden, wie etwa der Wilhelminischen Schenkungsurkunde, geht hervor, dass der Name „Aist“ von einer slawischen Flussbezeichnung abgeleitet wurde. Das Mühlviertel, wie auch viele andere Teile Europas, waren damals von slawischen Völkern besiedelt. Der Fluss taucht im Jahr 853 erstmals in einer Schenkungsurkunde als „Agasta“ auf. 983 wird er „Agesta“ genannt. Die Vorsilbe „ag-“ bedeutete „treiben“, „rasch“.

[Bearbeiten] Orte an der Feldaist

[Bearbeiten] Orte an der Waldaist

[Bearbeiten] Orte an der Aist

[Bearbeiten] Weblinks

48.32055555555614.5655555555567Koordinaten: 48° 19′ 14″ N, 14° 33′ 56″ O

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