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Aichwald

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Dieser Artikel befaßt sich mit der Gemeinde in Württemberg. Für den namensgebenden Ort am Aichwaldsee siehe Finkenstein.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aichwald
Markierung
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aichwald hervorgehoben
48.7580555555569.3802777777778450Koordinaten: 48° 45′ N, 9° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 450 m ü. NN
Fläche: 14,7 km²
Einwohner: 7692 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 524 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73771–73773
Vorwahl: 0711
Kfz-Kennzeichen: ES
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 076
Adresse der Gemeindeverwaltung: Seestraße 8
73773 Aichwald
Webpräsenz:
Bürgermeister: Nicolas Fink (SPD)

Aichwald ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen, 10 km von der Kreisstadt Esslingen und 20 km von Stuttgart entfernt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Aichwald liegt auf der Liashochfläche des Vorderen Schurwaldes zwischen dem Remstal im Norden und dem Neckar- bzw. Filstal im Süden. Die Gemeinde ist die am weitesten nördlich gelegene Kommune des Landkreises Esslingen. Der Ortsausgang des Ortsteils Aichelberg in Richtung Weinstadt-Beutelsbach markiert diesen nördlichsten Punkt des Kreises.

Die Gemarkung Aichwalds umfasst eine Fläche von 1468 ha. Rund 45% der Markungsfläche werden von der Landwirtschaft genutzt, jedoch in zunehmendem Maße im Nebenerwerb. Im Ortsteil Aichelberg wird an den Südhängen hin zum Remstal auf ca. 13 ha Wein angebaut. Nicht zu vergessen ist der für den Schurwald typische Erdbeer- und Himbeeranbau.

Meereshöhe, Markungsfläche:

[Bearbeiten] Benachbarte Städte und Gemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an Aichwald (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): Kernen i.R., Weinstadt (beide Rems-Murr-Kreis), Baltmannsweiler und Esslingen (beide Landkreis Esslingen).

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Aichwald besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Aichelberg, Aichschieß und Schanbach. Zur ehemaligen Gemeinde Aichelberg gehört das Dorf Aichelberg. Zur ehemaligen Gemeinde Aichschieß gehören das Dorf Aichschieß (2420 Einwohner, Stand: 31. Mai 2007) und der Weiler Krummhardt (780 Einwohner) sowie die abgegangene Ortschaft Eglisweiler. Zur ehemaligen Gemeinde Schanbach gehören das Dorf Schanbach (2746 Einwohner) und der Ort Lobenrot (253 Einwohner) .[2]

[Bearbeiten] Geschichte

Die Kirche im Ortsteil Aichschieß wurde zum ersten Mal 1275 erwähnt. Zuerst war es als Ainschiez bekannt, was sich wohl auf den zwischen zwei Tälern „einschießenden“ Bergsporn bezieht, auf dem das Dorf in einer Rodungsinsel lag. Im 17. Jahrhundert hieß es dann schon Eichschies.

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg schlossen sich am 1. Januar 1974 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Aichelberg, Aichschieß (mit Krummhardt) und Schanbach (mit Lobenrot) zur neuen Gemeinde Aichwald zusammen.
siehe auch Burg Aichelberg (Wehrkirche)

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Bürgermeister

Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2006:

Nicolas Fink 53,53 % 2285
Stefan Felchle 46,33 % 1978
Sonstige 0,14 % 6

Die Wahlbeteiligung lag bei 70,74%.

Der neue Bürgermeister Nicolas Fink hat am 1. Oktober 2006 sein Amt angetreten; er ist für 8 Jahre gewählt.

[Bearbeiten] Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 38,8 % -3,3 7 Sitze -1
FWG 29,1 % +2,6 5 Sitze ±0
SPD 21,1 % -1,5 4 Sitze ±0
Die Grünen 11,1 % +2,3 2 Sitze +1

[Bearbeiten] Partnerschaften

Aichwald pflegt freundschaftliche Verbindungen zu:

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Bildung

Aichwald verfügt im Ortsteil Schanbach über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. In Aichelberg und Aichschieß bestehen Außenstellen für Grundschulklassen. Aichwalder Schüler besuchen zudem die Gymnasien, Realschulen und Berufsschulen in Esslingen sowie die Freie Waldorfschule in Esslingen und im Winterbacher Ortsteil Engelberg. Es bestehen vier Gemeindekindergärten in den einzelnen Ortschaften und zwei Waldkindergarten im Aichschießer und Aichelberger Wald. Eine Jugendmusikschule versorgt derzeit rund 400 Schüler mit einem umfangreichen Unterrichtsangebot. Des Weiteren besteht in Aichwald eine selbstständige Volkshochschule.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

Das Zuchthäusle in Aichschieß

Aichwald besitzt eine stattliche Anzahl an Bau- und Kunstdenkmalen, die Zeitzeugen der jahrhundertelangen Ortsgeschichte sind. Neben der landschaftlich reizvollen Lage sind sie es vor allem, die den Charme der Schurwaldgemeinde ausmachen. Weil Aichschieß nicht an einer Durchgangsstraße lag, ist sein Ortskern besonders gut erhalten - man besuche die gut restaurierten Fachwerkhäuser um die Kirche. Findige können im Wald unterhalb von Schanbach die Reste einer kleinen mittelalterlichen Burg entdecken.

Besonders herausragend sind die vier historischen Kirchengebäude: In Aichelberg eine ehemalige Wallfahrtskirche, noch heute halbwegs auf freiem Feld über dem Dorf gelegen (Wandmalereien aus der Mitte 15. Jh., Kruzifix 17. Jh., barocke Bilder von der ehem. Empore); in Krummhardt eine der reizvollsten Dorfkapellen im Landkreis Esslingen (Ausstattung im Bauernbarock); in Schanbach eine Kirche mit spätmittelalterlichem Chorturm; in Aichschieß die 1951/52 ein wenig allzu sehr erneuerte Dorfkirche St. Gereon und Margarathe (im Innern Wandmalereien aus der Zeit um 1300, die zu den ältesten in der ganzen Region gehören, zudem weitere Wandbilder aus der Zeit um 1455. Die Glasmalereien im Chor stammen von der Glaskünstlein Renate Gross). An der Stelle des ehemaligen Schulhauses befindet sich das sogenannte Zuchthäusle, eine winzige Zelle, in der nicht nur Verbrecher gefangen gehalten wurden, sondern auch ledige Mütter vierzehn Tage bei Wasser und Brot verbringen mussten, nachdem sie von der Kanzel herab ermahnt worden waren.


[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Aichwald – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 161–164
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