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Aibo

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Ein Aibo wälzt sich auf dem Boden (hier ein ERS-7)

AIBO – was sowohl das japanische Wort für „Partner“ bedeutet als auch als Abkürzung für Artificial Intelligence roBOt verstanden werden kann, ist ein Unterhaltungsroboter, der vom japanischen Elektronik-Konzern Sony als Spielzeug entwickelt wurde. Mit dem Aibo leistete Sony Pionierarbeit für die Einführung von Robotern in Haushalte. Das ursprüngliche Ziel der Entwicklungsarbeit soll darin bestanden haben, einen Haustier-Ersatz für Allergiker zu schaffen. Neben Aibo wurde von Sony auch der humanoide Roboter Qrio entwickelt.

[Bearbeiten] Details

1999 wurde die erste Aibo-Serie, Modell ERS 110, über das Internet angeboten. Trotz des relativ hohen Preises (ca. 2500 €) waren die 3000 vorgehaltenen Exemplare in Japan innerhalb von 18 Minuten ausverkauft, die 2000 Exemplare in den USA innerhalb von vier Tagen. Kurz darauf erschien der nahezu baugleiche ERS 111, der in einer Stückzahl von nur 20.000 und nur per Losverfahren zu bekommen war. Das nächste Modell, der ERS 210 (auch „Löwenbaby” genannt), wurde zum größten Aibo-Erfolg, später erschien noch der ERS 210A der einen schnelleren Prozessor und einen gegen DHS (Droopy Head Syndrom = eine „Aibokrankheit“, bei der Aibo den Kopf nicht mehr heben kann), geschützten Hals besaß, auch der ERS 220 war später als A-Modell erhältlich. Danach kam der Aibo ERS 311 (Latte) und ERS 312 (Macaron).

Der Aibo 210 und der Aibo ERS 220 waren in unbegrenzter Stückzahl erhältlich. Der ERS 220 hat als Besonderheiten eine ausfahrbare Lampe im Kopf und rote und blaue LEDs im Gesicht.

Weitere drei Serien (u. a. ERS 31X) wurden in Europa nicht sonderlich bekannt, da sie hauptsächlich für den asiatischen Markt entwickelt wurden. Dies war auch an einem auf „niedlich” getrimmten Design zu erkennen.

Seit 1999 hatte für einige Jahre eine kontinuierliche Weiterentwicklung stattgefunden. Das letzte Modell war der Aibo ERS 7M3 (Preis 2099 €). Aibo kann laufen und sprechen. Zudem hat er eine eingebaute Kamera. Auf seinem Visor (Oberseite des Kopfes) kann er mittels Leuchtdioden seinen Gemütszustand (glücklich, wütend, traurig) anzeigen.

Aibo beim Robocup

Im Rahmen einer durch Sony definierten Schnittstelle (OPEN-R) kann man Aibo auch selber von Grund auf programmieren, d. h. eigene „Hunde-Persönlichkeiten” entwickeln.

Normale Serien-Aibos, die auf diese Weise neu programmiert wurden, treten in der „four legged” (Vierbeiner) Klasse des Robocup Wettbewerbs (Roboterfußball) gegeneinander an und tragen lokale Wettbewerbe bis hin zur Weltmeisterschaft aus.

Die 2006 erschienene Software „Mind 3“ erlaubt Aibo, seine selbst gemachten Bilder täglich im Internet zu veröffentlichen.

Am 26. Januar 2006 teilte Sony während der Präsentation seiner Quartalszahlen mit, dass in Zukunft keine neuen Aibos mehr produziert werden und die Weiterentwicklung eingestellt wird. Lediglich der Kundendienst für die bereits verkauften mehr als 150.000 Exemplare wird bis 2013 aufrechterhalten.

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