| Landesflagge | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Emirat: | Abu Dhabi |
| Geographische Lage: | 24° 27' 01" N, 54° 23' 24" O Koordinaten: 24° 27' 01" N, 54° 23' 24" O |
| Einwohner: | rund 860.000 |
| Zeitzone: | UTC +4 Std. |
| Postleitzahl: | nicht in Gebrauch |
| Vorwahl: | (+971) 2 |
Abu Dhabi (arabisch أبو ظبي Abū Ẓaby „Vater der Gazelle“) ist die Hauptstadt des gleichnamigen Emirats Abu Dhabi und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt mit heute rund 860.000 Einwohnern befindet sich auf einer 70 Quadratkilometer großen Insel, die durch die Mussafa- und al-Maqtaa-Brücke mit dem Festland verbunden ist. Die Hauptinsel ist von einigen künstlich erweiterten oder neu aufgespülten Inseln umgeben, die z.Z. erst zum Teil bebaut sind.
An der dem offenen Meer zugewandten nordwestlichen Flanke der Insel befindet sich die Corniche, an der seit 2003 weiter Land gewonnen wurde. Am Nordende der Corniche befindet sich ein ca. 1 km breiter und 5 km langer Streifen, den man als Stadtzentrum betrachten kann.
Bis in die 1960er Jahre bestand die Stadt noch aus einfachen Bauten, teilweise ohne Elektrizität und Kanalisation. Der Beginn der Förderung des Erdöls änderte diese Umstände schlagartig, Abu Dhabi wurde ab den 1970er Jahren mit einem schachbrettartigen Masterplan zu einer modernen Metropole ausgebaut. Der Plan sah eine für damalige Verhältnisse hohe Einwohnerzahl von 600.000 vor, welche nach nur zwanzig Jahren erreicht wurde; das Wachstum weicht nun auf künstliche Inseln und das Küstenvorland aus.
Abu Dhabi hat seit 1981 einen neuen internationalen Flughafen. Er befindet sich 30 km außerhalb der Stadt auf dem Festland an der Hauptautobahn zwischen Abu Dhabi und Dubai. Die gleichen Architekten, die für das Design des Pariser Charles-de-Gaulle-Flughafens verantwortlich waren, haben den Flughafen entworfen. Der bis dahin gemischt betriebene Al-Batin-Flughafen, der sich auf der Abu-Dhabi-Insel befindet, wird heute ausschließlich vom Militär und von der Königsfamilie genutzt. Das Emirat selbst hat noch einen weiteren internationalen Flughafen in der Oasenstadt al-Ain, der jedoch im Fernverkehr nur von einer britischen TUI-Tochter angeflogen wird.
Abu Dhabi zählt aufgrund des rasanten Wachstums seit 1980 zu den modernsten Städten weltweit. Daher präsentiert die Stadt überwiegend ein neues Gesicht. Spektakuläre, architektonische Meisterwerke mit arabischen Elementen und großzügig ausgebaute Straßen, von den neuesten Luxusautos befahren, prägen das Stadtbild. Dazwischen sind einige Spuren aus früheren Jahrhunderten, wie das Fort Qasr al-Husn, traditionelle Gebäude, Wohnpaläste und unzählige, meist neu erbaute Moscheen zu entdecken deren bedeutendste die Sheikh-Zayed-Moschee darstellt. Charakteristisch für die Stadt sind die vielen kleinen Geschäfte im Erdgeschoss der Gebäude, die bisher keineswegs von den großen, ultramodernen Shoppingmalls verdrängt werden.
Da die Stadt auf einer Insel liegt, ist das Meer von fast überall zu sehen. Neu und aufwendig gestaltet wurde die Corniche, die ca. 7,7 km lange Küstenstraße mit großzügigen Flanierwegen direkt an der Wasserlinie, Grünanlagen und Gastronomie nordöstlich des Zentrums. Herausragend sind außerdem die zahlreichen Grünflächen im Stadtbild. Die breiten Straßen sind mit gepflegten Bäumen und Stauden bepflanzt. Rund 20 kleine bis mittelgroße Parks sind in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums zu finden. Am Ostring liegt eine weitere rund 4,5 km lange Corniche, vor der sich ein naturbelassener bzw. teilweise naturnah wiederangelegter Mangrovensumpf ausbreitet. Für Naturliebhaber wird z.Z. ein rund 5 km langer erhöhter Aussichtssweg direkt in den Mangroven angelegt, von dem aus die vielen Seevögel beobachtet und das Biotop Mangrovensumpf erlebt werden können.
Im Mai 2008 hat der Urban Planning Council (Stadtplanungsrat) Abu Dhabis den Rahmenplan für die Stadtentwicklung bis 2030 vorgestellt. Danach soll die angestrebte "Greater Abu Dhabi City" auf 3,1 Millionen Einwohner wachsen. Um den großen Wohnungsbedarf zu decken, der vor allem von Arbeitsmigranten nichtarabischer Herkunft ausgeht, muss die heute fast ausgereizte Innenstadt entlastet werden. Dazu bieten sich neben den künstlichen Inseln nur noch die am Festland liegenden Küstenabschnitte mit ihrem Hinterland an. Das bisher größte Projekt ist die 49 Quadratkilometer große New Khalifa City 25 km südlich gelegen, die als Bundesdistrikt der Vereinigten Arabischen Emirate eingeplant ist. Diese Entlastungsstadt wird in großzügig begrünten Anlagen alle Regierungsstellen und viele Behörden der VAE aufnehmen sowie diplomatische Vertretungen, Verbände usw. Dazu werden Sport- und Freizeitzentren, eine Universität sowie zahlreiche Wohnkomplexe mit dezentralem Einzelhandel und großem Einkaufszentrum entstehen. Die öffentliche Verbindung zwischen den beiden Städten wird eine Linie der geplanten Metro Abu Dhabi herstellen, ebenso wird es eine Strecke zum Internationalen Flughafen Abu Dhabi und weiter nach Dubai geben.
Das bekannteste Hotel von Abu Dhabi ist das im Jahr 2005 eröffnete staatlichen Luxushotel Emirates Palace. Gemanagt wird dieses Objekt von der deutschen Hotelkette Kempinski.
Abu Dhabi hat ebenso wie das Nachbaremirat Dubai rechtzeitig den Tourismus entdeckt, noch bevor die Einnahmen aus der Erdölförderung zurückgehen. Derzeit befinden sich einige große Hotelprojekte im Bau. Auf der Insel Saadiyat werden eine Museumsstadt und knapp 30 Hotels gebaut. Im Stadtteil Al-Gurm, verteilt über mehrere kleine Inseln, entsteht ein Tourismusresort mit insgesamt 161 Suiten, die sich über eine Mangrovenbucht erstrecken. Weitere große Tourismusprojekte sind der küstennahe Standort Al Raha und die Inselprojekte auf Al Lulu, Yas und Al Reem Island. Bei allen Projekten werden neben den touristischen Infrastrukturen auch Wohnungen integriert sein.
Ab 2009 wird in Abu Dhabi auf der Yas-Insel ein Grand Prix zur Formel-1-Weltmeisterschaft auf einem 5,8 Kilometer langen Kurs ausgetragen.
Das Emirat Abu Dhabi hat sich zur Aufgabe gemacht, neben der rasanten wirtschaftlichen Entwicklung die kulturelle Komponenente stärker zu betonen. Abu Dhabi versucht sich neben dem Tourismus auch zu einer kulturellen Drehscheibe zu entwickeln. Die künstliche Insel Saadiyat (27 km2) östlich der Hauptinsel gelegen, wird eine Reihe von Großprojekten tragen. Anlagen für Bildende Kunst, Musikdarbietung und kulturelle Bildung auf hohem Niveau sollen errichtet werden. Es wird mehrere Museen für historische und zeitgenössische Kunst geben, eine Philharmonie für Gastorchester, sowie eine Mehrzweckhalle für Opern- und Theateraufführungen und sonstige kulturelle Events. Dazu sollen Ausbildungsstätten für Bildende und Darstellende Kunst auf Hochschulniveau kommen.
So wollen z.B. die französische Regierung und das Emirat Ende 2012 einen „Mini-Louvre“ auf Sa'adiyyat eröffnen. Ein Kooperationsvertrag wurde am 7. März 2007 unterzeichnet. Bis ca. 2019 sollen – von Jean Nouvel entworfen – 6000 Quadratmeter Dauerausstellungsfläche unter einem pilzartigen Rundbau zusammenkommen. Das Emirat, das einen jährlichen Ankaufsetat von 40 Millionen Euro plant, soll der Agence Internationale des musées de France einmalig 165 Millionen zahlen und jährlich für 15 Jahre jeweils 13 Millionen Euro für Wechselausstellungen in einer 2000-Quadratmeter-Galerie. Als Gegenleistung werden französische Museen Wechselausstellungen veranstalten und auch weitere Dauerexponate leihen. Außerdem darf sich das neue Museum 30 Jahre lang „Louvre“ nennen. Insgesamt bekommt der Louvre in Paris 400 Millionen Euro. Die von diesem Geld neu zu errichtenden in Paris erhalten den Namen des verstorbenen Emirs von Abu Dhabi, Zayid bin Sultan Al Nahyan.
Die Eröffnung des Louvre-Ablegers in Abu Dhabi ist für 2012/13 geplant. Ein zweites Projekt des sogenannten "Museumsbusiness" ist eine weitere Zweigstelle des Solomon R. Guggenheim Museums nach dem Muster des erfolgreichen Guggenheim-Museum Bilbao. Wirtschaftlich betrachtet handelt es sich dabei um Franchising-Unternehmen.
Die Insel Sa'adiyyat wird seit 2006 infrastrukturell erschlossen. Eine 1500 m lange 10-spurige Straßenbrücke vom Hafen Mina Zayid aus auf das Westufer führend wird 2009 eröffnet. Die staatliche Baubehörde hat Arbeiten für Hauptstraßen, weitere Brücken, Parks und Hafenanlagen vergeben. Der rein kulturell genutzte Teil der Insel ist mit 2,7 km2 relative klein im Vergleich zu den Wassersporteinrichtungen (4,4 km2), den Parkanlagen (6,0 km2), den beiden Hotel- und Strandregionen (7,0 km2) und den Wetlands, d.h. naturbelassenen Mangrovenflächen (5,23 km2).
Der International Flughafen Abu Dhabi ist der wichtigste Flughafen des Emirates Abu Dhabi und zugleich Drehkreuz und Heimatbasis von Etihad Airways. Abu Dhabi wird von rund 20 Fluggesellschaften angeflogen. Der Flughafen wird stufenweise bis 2010 für 20 Millionen Passagiere ausgebaut, seit 2006 befinden sich ein neues Terminal und eine weitere Startbahn im Bau.
Obwohl die Einwohnerzahl der Stadt auf die Millionengrenze zustrebt, wurde bis vor kurzem auf das Angebot eines leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehrssystems verzichtet. Bisher waren und sind private Taxis mit Taxameter das Rückgrat des ÖPNV, sie sind relativ billig und überall im Stadtgebiet leicht zu finden. Allerdings klagen vor allem Einwohner mit geringerem Einkommen über eine zunehmende Belastung durch ständig steigende Taxitarife. Seit Juni 2008 gibt es nun die ersten 4 Linien eines städtischen Omnibusangebots: 60 klimatisierte Busse verkehren zwischen den wichtigsten Punkten auf der Insel. Angekündigt wurde ein kontinuierlicher Ausbau des Netzes, zumal der Fahrgastzuspruch groß ist.
Mittelfristig plant Abu Dhabi den Bau einer Metro Abu Dhabi als Ringlinie mit 19 Stationen. Später soll eine weitere Metrolinie bis zur Grenze des Emirates Dubai führen und mit der roten Linie der Metro Dubai verbunden werden.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."