Auf den 9. November fallen eine Reihe von Ereignissen, die für Deutschland als politische Wendepunkte gelten. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde von verschiedenen Historikern und Journalisten für diesen Tag der Ausdruck Schicksalstag geprägt, der aber erst nach den Ereignissen vom Herbst 1989 weitere Verbreitung fand.
Der 9. November wird aufgrund der jeweiligen Ereignisse und Entwicklungen in den Jahren 1848, 1918, 1923, 1938 und 1989 von vielen Deutschen in einem – je nach Ereignis – positiven oder negativen Sinn als schicksalhaftes Schlüsseldatum der deutschen Geschichte betrachtet. In der Tat markieren die Daten wichtige Wendepunkte der deutschen Zeitgeschichte mit teilweise auch internationalen Auswirkungen.
Während die Geschehnisse von 1923 direkt auf jenen von 1918 aufbauen (Revanche der Nazis für die Novemberrevolution bzw. Gegenprogramm zu den Feierlichkeiten des fünften Jahrestags der Ausrufung der Republik), und auch die Ereignisse des Jahres 1938 auf jenen von 1923 (anlässlich der im Dritten Reich üblichen Feierlichkeiten zum 15. Jahrestag des Hitler-Putsches), ist das historische Ereignis von 1989 zeitlich gesehen ein (nicht abwendbares) Zufallsprodukt gewesen. Auch die Gründung der SS baut natürlich auf den Ereignissen von 1918 und 1923 auf: Gegenprogramm zum siebten Jahrestag der Ausrufung der Republik 1918 bzw. zweiter Jahrestag des Hitler-Putsches. Deshalb und wegen der in ihrer Bewertung umstrittenen und – bezogen auf 1923 und 1938 – negativ belegten Ereignisse wurde nicht der 9. November, sondern ein anderer Termin als deutscher Nationalfeiertag gewählt, nämlich der 3. Oktober, an dem 1990 formell die Wiedervereinigung bzw. das Aufgehen der Deutschen Demokratischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland in Kraft trat.
Heute ist der 9. November ein wichtiger Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Zum zehnjährigen Jubiläum der Maueröffnung fanden im Jahr 1999 an diesem Tag offizielle Gedenkveranstaltungen statt.
Immer wieder kommt es am 9. November in Deutschland auch zu Demonstrationen von Neonazis.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."