| Zeitleiste |
|---|
| bis ca. 3150 v. Chr. |
| Prädynastische Zeit |
| ca. 3032–2707 v. Chr. |
| 1. bis 2. Dynastie |
| Frühdynastische Zeit |
| ca. 2707–2216 v. Chr. |
| 3. bis 6. Dynastie |
| Altes Reich |
| ca. 2216–2025 v. Chr. |
| 7. bis 11. Dynastie |
| Erste Zwischenzeit |
| ca. 2010–1793 v. Chr. |
| 11. bis 12. Dynastie |
| Mittleres Reich |
| ca. 1648–1550 v. Chr. |
| 13. bis 17. Dynastie |
| Zweite Zwischenzeit |
| ca. 1550–1070 v. Chr. |
| 18. bis 20. Dynastie |
| Neues Reich |
| ca. 1070–664 v. Chr. |
| 21. bis 25. Dynastie |
| Dritte Zwischenzeit |
| ca. 664–332 v. Chr. |
| 26. bis 30. Dynastie |
| Spätzeit |
| 332 v. Chr. bis 395 n. Chr. |
| 31. Dynastie |
| Griechisch-römische Zeit |
| Daten nach |
| Jürgen von Beckerath |
| Zusammenfassung |
| Geschichte des Alten Ägypten |
| Weiterführendes |
| Portal Ägyptologie |
Das Mittlere Reich umfasst von ca. 2010 v. Chr. - 1793 v. Chr. die Geschichte in Ägypten.
Für den Beginn der Datierung des Mittleren Reichs wird die Reichseinigung unter Mentuhotep II. in der Mitte der 11. Dynastie angegeben. Trotzdem wird hier die komplette 11. Dynastie besprochen.
Durch den Zerfall des geeinten Ägypten in der Ersten Zwischenzeit war die Macht auf einige Kleinkönige verteilt. Allerdings bildete sich am Ende der 10. Dynastie deren Vormachtstellung in Herakleopolis deutlich heraus. Zeitgleich wuchs die Macht im Süden, als sich in Theben die 11. Dynastie etablierte.
Das Mittlere Reich wird oftmals auch als feudale Epoche bezeichnet. Tatsächlich gibt es kaum eine andere Periode in der ägyptischen Geschichte, in der man so viele Denkmäler auch in den abgelegensten Provinzen findet.
Das Mittlere Reich kann deutlich in zwei Abschnitte unterteilt werden:
Die Reihenfolge der drei oder gar vier thebanischen Könige, die vor Mentuhotep II. geherrscht haben, ist bei den Ägyptologen noch umstritten, da von ihnen verschiedene Angaben existieren. So erscheint Mentuhotep I. auf der Königstafel von Karnak als Vorfahre von Antef I., während Mentuhotep II. ihn nicht als König nennt, sondern erst Antef I. (Relief vom Schatt Er-Rigal).
Wie dem auch sei, die ersten Könige der 11. Dynastie verhalfen dem ägyptischen Süden zu immer mehr Bedeutung und es war nicht selten, dass Kämpfe mit den nördlichen Königshäusern der 9. und 10. Dynastie ausgefochten wurden.
Auch als Mentuhotep II., der Sohn des Antef III., 2054 v. Chr. in Theben an die Macht kam, setzten sich diese Kämpfe fort. Die Reichseinigung wird um sein 32. Regierungsjahr gelegen haben, jedoch ist der genaue Zeitpunkt dieses Ereignisses nicht bekannt.
Sein Sohn Mentuhotep III. führte eine berühmt gewordene Expedition mit 3.000 Mann durch den Wadi Hammamat zum Roten Meer. Von dort aus sandte er Schiffe in das Land Punt (Nubien).
Mentuhotep IV. scheint ein schwacher König gewesen zu sein, der möglicherweise von seinem Wesir Amenemhet I. um 1976 v. Chr. gestürzt wurde. Dieser wurde dann der Begründer der 12. Dynastie.
Amenemhet I. war wahrscheinlich ein Mann aus dem thebanischen Volk. Mütterlicherseits soll er aus der Gegend um Elephantine stammen. Amenemhet I. stärkte die Macht seiner neu gegründeten Dynastie im ganzen Reich. Er verlegte die Hauptstadt nördlich nach Itj-taui. Amenemhet I. führte die Institution der sog. Mitregentschaft ein. Der alte König ernannte noch zu Lebzeiten einen Nachfolger, mit dem er zusammen regierte.
Sein Sohn Sesostris I. gilt als einer der größten Pharaonen des Mittleren Reichs. Schon als Mitregent seines Vaters ab ca. 1956 v. Chr. leitete er Feldzüge nach Unternubien, das durch eine Reihe von Festungen gesichert wurde. Unter seiner Herrschaft konnten sich die Kunst und die Literatur in einer Blütezeit entwickeln. Sesostris I. baute systematisch an allen wichtigen Tempeln des Landes und ersetzte kleine oftmals in Lehmziegeln erbaute Gebäude durch solche aus Stein.
Sein Sohn Amenemhet II. ist vor allem durch einen in Memphis gefundenen Annalenstein bekannt, auf dem unter anderem Feldzüge nach Palästina erwähnt werden. Ansonsten ist seine Regierungszeit jedoch nicht sehr gut bezeugt. Sein Nachfolger Sesostris II. regierte wohl nur acht oder neun Jahre. Er erbaute seine Pyramide bei el-Lahun, was auf ein verstärktes Interesse des Königs an dem Fajum hindeutet. Der König begann damit, diese Flussoase systematisch zu erschließen. Sesostris III. galt im Bewusstsein der Ägypter als wohl bedeutendster König überhaupt. Herodot und Manetho berichten von zahlreichen Feldzügen, vor allem nach Asien. Diese Unternehmungen sind nur schlecht bezeugt, während seine Feldzüge nach Unternubien gut belegt sind. Das unterworfene Gebiet wurde weiter systematisch durch Festungen gesichert. Sesostris III. war möglicherweise auch innenpolitisch tätig gewesen. Die Macht der lokalen Fürsten wurde deutlich eingeschränkt.
Auch der folgende Pharao, Amenemhet III., regierte das Land mit starker Hand. Über seinen Nachfolger Amenemhet IV. und Königin Nofrusobek ist nicht sehr viel bekannt.
Das Ende des Mittleren Reiches wurde durch Thronstreitigkeiten, Zerteilung und durch das Eindringen der Hyksos hervorgerufen.
Vordynastische Zeit | Frühdynastische Zeit | Altes Reich | Erste Zwischenzeit | Mittleres Reich | Zweite Zwischenzeit | Neues Reich | Dritte Zwischenzeit | Späte Pharaonenzeit | Griechisch-Römische Zeit | Byzantinische Zeit | Frühislamische Zeit | Fatimiden | Ayyubiden | Mamluken | Osmanenherrschaft | Ägyptische Expedition | Dynastie des Muhammad Ali | Britische Herrschaft | Königreich Ägypten | Republik Ägypten
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."